Bürgermeister Fehling setzt auf lebenslanges Lernen als Bildungsstrategie der Stadt

Ideen überschreiten Grenzen

Hand in Hand für Jung und Alt: Horst Gerlich, Bürgermeister Thomas Fehling und Edgar Steube (von links). Foto: Struthoff

Bad Hersfeld. Thomas Fehling hat eine Vision: Er möchte eine „Bildungsstrategie für die ganze Stadt“ entwickeln, deren Leitgedanke die Idee des lebenslangen Lernens ist. Ein Baustein auf dem Weg zu diesem Ziel soll der neu geschaffene Fachbereich Generationen bilden. Darin sollen die vielfältigen Angebote der Stadt – vom Begrüßungspaket für Neugeborene bis zu den beliebten Seniorenangeboten 70 plus – zusammengefasst werden.

„Schon jetzt erklären doch oft die Enkelkinder ihren Großeltern wie das Handy oder das Internet funktionieren“, sagt Fehling. Er denkt deshalb am ein „Anreizsystem“ für gegenseitige Hilfen über alle Alterstufen hinweg nach, das in dem neuen Fachbereich koordiniert werden könnte. „Die Ehrenamtlichkeit nutzt sich ab“, hat auch Stadtjugendpfleger Edgar Steube beobachtet. Oft seien es immer dieselben, die sich engagierten. Das neue System hätte den Vorteil, dass jeder, der etwas gibt, auch etwas bekommt. So könnten beispielsweise Gartenarbeit gegen Nachhilfe oder Fahrdienst gegen Computerarbeit „verrechnet“ werden.

„Die Ideen müssen Grenzen überschreiten“, sagt Steube und erhofft sich eben dies von der Zusammenarbeit im neuen Fachbereich. Dabei könnten auch manche unnötige Doppelungen abgeschafft und ein gegenseitiges Vertretungssystem geschaffen werden. „Die Arbeit des neuen Fachbereichs hat zwei Seiten: Pädagogik und Verwaltung“, erklärt Horst Gerlich, „so können wir auch voneinander lernen“, freut er sich.

Bei allen Zukunftsplänen und Visionen: Ein konkretes Projekt hat der neue Fachbereich auch gleich in Angriff genommen: Ab September soll die Anmeldung für Kindergärten online per Computer möglich sein. (kai)

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