Melissa Hasanovic (17) macht ihren Bundesfreiwilligendienst im Klinikum Bad Hersfeld

„Ich wollte mal anpacken“

Im Bettenlager: Melissa Hasanovic wollte ein Jahr überbrücken. Foto: Geier

Bad Hersfeld. Mit einem Lächeln im Gesicht streicht sie noch einmal über die Bettdecke. Mit gekonnten Handgriffen hat Melissa Hasanovic das Krankenhausbett bezogen und ist stolz auf das akkurate Ergebnis.

Im Herbst begann sie als eine von acht Bundesfreiwilligendienstlern (Bufdi) ihren Dienst im Klinikum Bad Hersfeld. „Ich wollte eine Arbeit machen, bei der ich einfach mal anpacken kann und körperlich gefordert werde“, berichtet die 17-Jährige. Zuvor hatte sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau begonnen, die sie aber aus persönlichen Gründen wieder abbrechen musste. Zur Überbrückung entschied sie sich dann für den Bundesfreiwilligendienst am Klinikum. Dort wollte sie aber nicht am Schreibtisch sitzen, sondern aktiv mit anpacken.

Viel mit Menschen arbeiten

Als Schülerin absolvierte sie ein Jahrespraktikum in der Verwaltung des Klinikums. Auch als Bufdi wird sie bei personellen Engpässen gerne im Archiv wieder eingesetzt. Genau diese abwechslungsreiche Arbeit macht ihr Spaß. Mit einem breiten Lächeln berichtet sie von den vielen Kontakten, die sie in ihrer Zeit am Klinikum geschlossen hat.

„Es gibt viel zu tun und das macht viel Spaß“, sagt die 17-Jährige. Sie versteht nicht, warum das Klinikum gerade mit Engpässen im Bereich des Bundesfreiwilligendienstes zu kämpfen hat. Für sie sei die praktische Arbeit genau der richtige Ausgleich zum Bürojob. Gerne schaut sie hinter die Kulissen des Klinikums, lernt, wie die tägliche Arbeit funktioniert: „Man lernt sehr viel in den verschiedensten Bereichen.“

Seite an Seite mit 15 Kollegen arbeitet die 17-Jährige 38,5 Stunden in der Woche im Bettenlager. Routiniert schlüpft sie in die mintgrüne Arbeitskleidung, zieht die robusten, grünen Gummihandschuhe an und beginnt damit, das von der Station in die Katakomben heruntergebrachte Bett abzuziehen und zu desinfizieren. Dort muss sie sich genau wie ihre Kollegen an die strengen Hygienevorschriften halten.

Melissa Hasanovic hofft, dass sie bis zum Ende ihres Freiwilligendienstes im Juli auch weiterhin so gefordert wird: „Vielleicht bekomme ich die Chance, noch einmal in der Wäscherei mit anzupacken.“ Dort wurde sie schon einmal zu Beginn ihres Diensts eingesetzt.

Von Christiane Geier

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