Clemens Kuby erklärt im HZ-Interview seine Methode der geistigen Selbstheilung

„Ich gehe nie zum Arzt“

Berichtet über geistiges Heilen: Filmemacher und Buchautor Clemens Kuby. Foto: nh

Bad Hersfeld. In seinem neuen Buch verrät Clemens Kuby „Das Geheimnis der Selbstheilung“. Am kommenden Montag erzählt er in der Stadthalle Bad Hersfeld von seiner Methode des „Mental Healing“. Wir haben mit dem Mann gesprochen, der behauptet, an einem Wochenende jedem vermitteln zu können, wie er sich geistig selbst heilen kann.

Herr Kuby wann waren Sie das letzte Mal erkältet?

Clemens Kuby: Da kann ich mich gar nicht erinnern. Ich gehe nie zum Arzt. Ich bin 62 Jahre alt und kerngesund. Natürlich habe ich manchmal was, aber dann mache ich sofort meine Methode und finde heraus, was mir dieses Symptom sagen will.

Das nennen Sie Seelenschreiben. Wie sieht das aus?

Kuby: Ich stelle mir abends die Frage, was nicht in Ordnung ist. Mitten in der Nacht wache ich auf und bin dann auf der intuitiven Ebene, weil die Gehirnfrequenz ganz niedrig ist. Und dann beantworte ich mir schriftlich die Frage, mit der ich ins Bett gegangen bin. Da kommen erstaunliche Dinge heraus, an die ich mich rational oft gar nicht erinnern kann.

Und was machen Sie damit?

Kuby: Wir sind geistige Wesen. Unser Gehirn erschafft uns unsere Wirklichkeit, und zu der gehören auch meine Krankheit und meine Gesundheit. Deshalb kann ich diese Episoden neu schreiben, die mich krank machen, wie ein Drehbuch. Wir erfinden uns eine neue Wirklichkeit, die uns gesund und glücklich macht, denn das Gehirn kann nicht unterscheiden zwischen Fakt und Fiktion.

Mit anderen Worten: Ich muss mich selbst belügen.

Kuby: Also hart ausgedrückt: Ja. Ich muss mir selbst meine neue Wirklichkeit erschaffen.

Das klingt ja wie im Film.

Kuby: Das ist es auch – reine Imagination. Wir wissen doch, dass das auf der Leinwand nicht echt ist, dass das alles ausgedacht ist. Und trotzdem nehmen wir es als Wirklichkeit wahr, trotzdem weinen wir wegen dieser Illusionen.

Aber es gibt doch einen Unterschied zwischen der Illusion auf der Leinwand und der echten Lebensgeschichte eines Menschen.

Kuby: Wir hängen einem rationalen Weltbild an. Wir glauben, nur diese eine Wirklichkeit sei wahr. Dass wir die Vergangenheit nicht ändern können stimmt nur auf der rationalen Ebene. Auf der intuitiven Ebene ist aber alles jetzt, und dadurch kann ich sogar eine schlechte Kindheitsszene rückwirkend umschreiben in eine schöne, guttuende Szene. Aus dieser entstehen Synapsen, die meinen ganzen Körper neu regulieren. Und dadurch werde ich gesund.

Die Medizin nennt so etwas einfach Spontanheilung.

Kuby: Ja, aber mit Spontaneität hat das wenig zu tun. Das ist genauso anstrengend wie das Schreiben eines Drehbuchs.

Und wer das nicht schafft, der hat sich einfach nicht genug angestrengt?

Kuby: Ja, in dem Sinne, dass er nicht an seine Imagination glauben kann. Er macht sich vielleicht ein schönes Bild, aber letztlich sagt er: „Ich betrüge mich selber“. Und davon wird man nicht gesund. Man muss sich auf das Prinzip der geistigen Heilung einlassen.

Aber warum soll das bei ihnen funktioniert haben? Sie wussten doch gar nichts von geistiger Heilung, als Sie mit einer Querschnittslähmung in der Klinik lagen?

Kuby: Damals habe ich zwei, drei Monate vor mich hingedämmert. Ich nenne das heute Zwangsmeditation. Man sinniert, die Gehirnaktivität verlagert sich in die rechte Gehirnhälfte, in die Intuition. Da kommt man an seine eigene Weisheit und die Bilder und Visionen.

Aber von Visionen kann man doch nicht wieder gehen.

Kuby: Nein. Aber ich habe aufgrund dieser Einsichten mit meiner Vergangenheit gebrochen. Ich habe mein Leben korrigiert. Jede geistige Heilung verlangt eine Lebensveränderung. Man muss bereit sein, aus der Erkenntnis, was die Ursache meiner Symptome ist, entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

Wie weit kann das gehen?

Kuby: Wenn jemand Schnupfen hat, dann muss er nicht von zuhause ausziehen. Aber wenn jemand in seiner Lebenssituation schwer krank geworden ist, dann muss er diese Lebenssituation ändern, sonst wird er nicht gesund.

Wenn Krankheit der Antrieb ist, falsches Verhalten zu verändern, dann hat ein Kranker vorher etwas falsch gemacht. Für einen Krebspatienten muss das doch wie Hohn klingen.

Kuby: Die Leute sind ja an ihrem Leid nicht selbst schuld. Aber die Ursache liegt irgendwo in ihrer Biographie, in einer Geschichte wie Kriegserlebnisse, unter denen sie fürchterlich gelitten haben, für die sie nichts können, aber die zu ihrem heutigen Krebs geführt haben. Aber ich kann diese ursächlichen Geschichten in etwas Positives umwandeln. Und siehe da: Die Krebszellen verabschieden sich.

Und das, behaupten Sie, können Sie jedem beibringen?

Kuby: Ich kann es vermitteln, ja. Aber machen muss es jeder selbst. Ich bin kein Arzt, ich bin kein Heiler. Ich kann nur die Methode erklären, wie man sich selbst heilen kann. Es heißt Selbstheilung, nicht Heilung durch Kuby.

Von Marcus Janz

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