HZ-Matinee: Kostproben der kommenden Festspielsaison

Einen ersten Vorgeschmack auf die kommende Festspielsaison, die am 24. Juni mit Arthur Millers „Hexenjagd" in der Inszenierung von Dieter Wedel beginnt, erhielten die Besucher der Matinee der Hersfelder Zeitung in der Bad Hersfelder Stiftsruine.

Es gab Neuigkeiten - Ben Becker wirkt als Sprecher beim Verdi-Requiem mit - Interviews mit Regisseuren und Schauspielern, musikalische Kostproben aus „My Fair Lady sowie vom Hessischen Konzert- und Festspielchor und Szenen aus den Stücken. Unser Bild zeigt einen Ausschnitt aus „Hexenjagd“ mit (vorne von links) Redaktionsleiter Kai A- Struthoff, Christian Nickel, Rudolf Krause, Bettina Hauenschild , André Hennicke, Janina Stopper, Corinna Pohlmann, Brigitte Grothum sowie von rechts Hans Diehl, Horst Janson und Elisabeth Lanz. Im Hintergrund rechts ist die neue LED-Wand für Filmeinspieler zu sehen.

Markenzeichen in Worms

Die Kombination von Filmeinspielern und Schauspiel auf der Bühne sei in Worms ein Markenzeichen der dortigen Festspiele gewesen, erzählte Wedel. Sein Ziel sei nun, dass Bad Hersfeld besser werde als Worms. Dazu, davon ist Wedel überzeugt, seien Veränderungen notwendig. „Wer sich nicht verändert, ist tot“, hielt er all denjenigen entgegen, die meinen, es sei doch auch vorher sehr schön gewesen und es könne eigentlich so bleiben, wie es immer war.

Hersfelder und Flüchtlinge 

Ihre Begeisterung für die Festspiele haben die Bad Hersfelder schon immer zum Ausdruck gebracht, indem sie als Statisten mitgewirkt haben. Inzwischen heißen die Statisten Kleindarsteller und bevölkern auch in diesem Jahr in großer Zahl die Ruine. Joern Hinkel, künstlerischer Leiter der Festspiele, lässt in seiner Inszenierung von Otfried Preußlers „Krabat“ neben zehn Profis mehr als 110 Kleindarsteller mitwirken. Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 20 Jahren und Flüchtlinge. Das passt gut, schließlich geht es in der Geschichte um einen, der vor dem Krieg flüchtet, der ankommt und fremd ist und sich mit einem Regel- und Wertesystem auseinandersetzen muss, das ihm fremd ist. Die märchenhafte und ein wenig unheimliche Geschichte, in der es ums Erwachsenwerden geht, ist als Familienstück angelegt und hat am 28. Juni Premiere.

HZ-Matinee bot Kostproben der kommenden Festspielsaison

Der künstlerischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die sich in den „Sommernachtsträumern“ zusammengefunden haben, soll übrigens auch der Erlös der Matinee zu Gute kommen, kündigte HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm an. Auch bedürftige Mitglieder des Ensembles sollen unterstützt werden.(zac)

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Fotos: Thomas Landsiedel

Informationen: www.bad-hersfelder-festspiele.de

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