Diebe gaben geklautes Kunstobjekt zurück

Hurra, die Pirelle ist wieder da

BaD Hersfeld. Große Freude und Erleichterung herrscht bei den Mitgliedern des Hersfelder Kunstvereins: Die gestohlene Pirelle ist wieder aufgetaucht. In einem Garten in der Nähe des Arbeitsamtes, etwas lieblos hingeworfen, lag das Kunstobjekt, das Gerhard Kimpel entworfen und im Rahmen der Ausstellung KunstZeit-ZeitKunst in den Leonhard Müller-Anlagen bei den Nordschulteichen an einen Baum gehängt hatte. Es war ein Glück, dass die Gartenbesitzerin wusste, um was es sich bei diesem originellen Konstrukt handelt und an wen sie sich wenden konnte.

Etwa zwei Wochen lang war die Pirelle auf Abwegen gewesen. Der Dieb oder die Diebe hatten sich die Mühe gemacht, am Baum hochzuklettern und den Halteriemen durchzutrennen. Doch dann wussten sie wahrscheinlich nicht wohin mit diesem nicht kleinen Tierchen oder sie bekamen ein mulmiges Gefühl. Denn die Bevölkerung wurde auch durch ein Plakat aufmerksam gemacht und um Mithilfe gebeten. Außerdem versprach Künstler Kimpel, die Strafanzeige bei Rückgabe zurückzuziehen.

Der materielle Wert der im Park ausgestellten Werke ist nicht hoch, aber ihr ideeller. Denn es sind kreative Exponate, die mit vielen Stunden Arbeit produziert wurden.

Ein Jahr lang sollen sie der Natur und der Öffentlichkeit preisgegeben und danach unbeschadet von ihren Besitzern wieder heimgeholt werden. Die Pirelle wird nun nach einer kurzen Reparaturzeit wieder ihren Platz im Baum haben und mit ihren großen Augen, die im Dunkeln leuchten, die Betrachter in ihren Bann ziehen. (het)

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