Kalkung in Unterhaun, Hersfeld und Gershausen

Hubschrauber auf dem Johannesberg

Vom Hubschrauber aus wird kohlensaurer Magnesiumkalk auf den Waldboden ausgebracht. Foto: nh

Bad Hersfeld. Waldbesucher in Unterhaun, Bad Hersfeld und Gershausen müssen in der nächsten Zeit mit Behinderungen und Einschränkungen rechnen. Wie das Forstamt Bad Hersfeld mitteilt, werden je nach Witterungslage in den nächsten vier bis sechs Wochen etwa 130 Hektar der Waldfläche vom Hubschrauber aus gekalkt.

Groß angelegte Aktion

Betroffen ist zunächst das Gebiet südwestlich des Bad Hersfelder Stadtteils Johannesberg. Dann sollen in Unterhaun Teile des Waldes zwischen Rotensee und Wippershain, zwischen Wippershain und Petersberg sowie Bereiche westlich von Malkomes gekalkt werden. Desweiteren werden im Raum Hersfeld Teile des Waldes zwischen Niederaula und Langer Heide mit Kalk versorgt; im Revier Gershausen der Wald südlich und nördlich von Gershausen sowie zwischen Rotterterode und Hof Erzebach.

Bei der groß angelegten Aktion handelt sich um die Fortführung der Kalkungsmaßnahmen, die schon im vergangenen Herbst begonnen wurden. Dabei bringt ein Helikopter insgesamt drei Tonnen kohlensaueren Magnesiumkalk je Hektar aus.

Die Bodenschutzkalkung trägt bei Waldböden mit schwacher Nährstoffversorgung zu einer Stabilisierung bei. Die Bodenkalkung hat das Ziel, die Säurewirkungen abzufangen, die Speicherfähigkeit von Nährstoffen zu erhöhen, den Ernährungszustand und die Vitalität der Wälder zu verbessern sowie die Durchwurzelung und bodenwühlende Fauna, wie zum Beispiel Regenwürmer, zu fördern. Zudem wird durch die Bodenkalkung das Grund- und Quellwasser vor Einträgen von Schwermetallen und Aluminium geschützt.

Keine Beeinträchtigung

Eine Beeinträchtigung der Vegetation und der Tierwelt schließt das Forstamt aus. Der Spezialkalk stammt aus einem Steinbruch in Meißner-Vockerode. Er ist hessenweit der einzige Betrieb, der von Natur aus die hohen Qualitätsanforderungen an die Nährstoffzusammensetzung erfüllen kann.

Das Forstamt Bad Hersfeld bittet die Bevölkerung um Verständnis für diese Maßnahmen und steht für Fragen unter der Rufnummer 06621/9400 zur Verfügung. (red/esp)

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