Nachfrage ist hoch und kann nicht befriedigt werden

Holzverkauf im Kreis bringt Millionen-Erlös

Hersfeld-Rotenburg. Mit der Entwicklung auf dem Holzmarkt sind die Leiter der Forstämter im Kreis Hersfeld-Rotenburg zufrieden. Mehr als fünf Millionen Euro wurden 2013 jeweils im Forstamt Rotenburg und im Forstamt Bad Hersfeld beim Holzverkauf erlöst.

126 000 Festmeter Holz wurden 2013 allein im Bereich des Forstamtes Rotenburg eingeschlagen, davon 93 000 im Staatswald und 33 000 in den betreuten Kommunal- und Privatwäldern, sagte Dr. Hans-Werner Führer, der Leiter des Forstamtes. Für 2014 ist eine ähnliche Menge geplant. Viel Holz – und dennoch sagt Führer: „Wir können die Nachfrage nicht decken.“

Gefragt sind vor allem Fichte und Douglasie, sagt auch Jens Müller, der Leiter des Forstamtes Bad Hersfeld. Beim Hausbau zum Beispiel sei die Holzverwendung steigend. Gut 100 Euro bringt der Festmeter dieses Holzes derzeit ein.

Zuwachs an Bäumen

Im Kreisteil Hersfeld sind in 2013 im Staatswald 88 000 Festmeter Holz geerntet worden. Für 2014 sind etwa 100 000 vorgesehen. Zu der Steigerung kommt es laut Müller, weil der Zuwachs an Bäumen deutlich gestiegen ist. Das liegt am wärmeren Klima und an einem höheren Nährstoffgehalt in der Luft. Deshalb wurde vor allem zur Pflege in jüngeren Beständen Holz eingeschlagen. Im Raum Rotenburg hat man das im vergangenen Jahr ähnlich gehalten, im laufenden Wirtschaftsjahr wird dagegen wieder verstärkt bei den „ausgewachsenen“ Bäumen geerntet. Beliebt ist nach wie vor das Holz als Brennmaterial. 6000 Festmeter bis an den Weg gerücktes Holz wurden im Forstamt Rotenburg verkauft. Hinzu kommt noch einmal etwa die gleiche Menge an Leseholz, zum Beispiel Baumkronen, die von den Käufern im Wald aufbereitet werden. Der Festmeter an den Weg gerücktes Brennholz kostet 58 Euro. Seite 2, Zum Tage

Von Silke Schäfer-Marg

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