Dreimal in zwölf Tagen von der Polizei gestoppt

Holzlaster hat 25 Tonnen Übergewicht

Bad Hersfeld. Zum wiederholten Male innerhalb von nur zwölf Tagen ist einer Streife der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld auf der Autobahn 4 der Langholztransporter eines Unternehmens aus dem thüringischen Hirschberg aufgefallen, der jedesmal deutlich überladen war.

65 Tonnen Buchenholz

Der aus einem Zugfahrzeug und einem Nachläufer bestehende Langholztransporter brachte es gestern bei einer Länge von 23 Metern auf ein tatsächliches Gewicht von annähernd 65 Tonnen – 40 sind erlaubt.

Gesichert war die aus Buchenstammholz bestehende Ladung mit einem einzigen Spanngurt.

Nachdem das Fahrzeug von der Streife per Signal zum Anhalten aufgefordert worden war, fiel es kurzzeitig durch eine extrem unsichere Fahrweise auf und wäre beinahe von der Fahrbahn abgekommen. Grund: Noch vor dem Anhalten hatten Fahrer und Beifahrerin die Sitze gewechselt.

Der fliegende Fahrerwechsel war notwendig, da der Mann keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.

Doch das war noch nicht alles: Im Fahrtenschreiber war nicht die Karte der Fahrzeuginsassen sondern der Fahrzeughalterin eingelegt, sodass sich beide auch wegen der Fälschung beweiserheblicher Daten strafbar gemacht haben.

Außerdem wird sich die Fahrzeughalterin und Ehefrau des Mannes wegen Zulassen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Beihilfe zur Fälschung verantworten müssen.

Immer wieder viel zu schwer

Erstaunlich ist, dass dasselbe Fahrzeug in den vergangenen zwei Wochen der Autobahnpolizei bereits zweimal aufgefallen ist. Einmal hatte es 54 Tonnen Holz geladen. Beim zweiten Mal waren es 60,5 Tonnen.

Wahre Anzeigenflut

Überprüfungen des digitalen Kontrollgerätes ergaben damals auch, dass das Fahrzeug teilweise ohne Fahrerkarte bewegt wurde, sodass bereits entsprechende Anzeigen gefertigt worden waren. (rey)

Kommentare