Bad Hersfelder Geistalbad muss Erlöse steigern

Höhere Preise und verkürzte Zeiten

Für die Frühschwimmer öffnet das Geistalbad künftig eine Stunde später. Foto: nh

Bad Hersfeld. Höhere Eintrittspreise und verkürzte Öffnungszeiten im Bad Hersfelder Geistalbad sind unmittelbare Folgen der Finanzkrise in der Kreisstadt, die 2014 voraussichtlich einen defizitären Haushalt haben wird. Angesichts eines Zuschussbedarfs von zwei Dritteln der Gesamtkosten im Geistalbad hat der Aufsichtsrat der Bädergesellschaft Bad Hersfeld für die bevorstehende Saison Anpassungen bei Tarifen und Organisation beschlossen. Nachfolgend die wichtigsten Punkte:

• Das Geistalbad wird vom 2. Mai bis Anfang September unter der Woche täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet sein. Am Wochenende und an Feiertagen ist die Öffnungszeit 9 bis 19 Uhr. Die morgendliche Öffnung um 7 Uhr – eine Stunde später als bisher – ist eine Kompromisslösung für die Frühschwimmer.

• Der Einzeleintritt erhöht sich von 3,20 auf 3,50 Euro für Erwachsene, der ermäßigte Eintritt – zum Beispiel für Schüler über 18 Jahren – von 1,80 auf 2,00 Euro, für Kinder von 4 bis 17 Jahren von 1,20 auf 1,50 Euro. Kinder unter 4 Jahren sind nach wie vor frei.

• Der Feierabendtarif für Erwachsene bleibt bei 2,20 Euro, die Zehnerkarte erhöht sich nur leicht von 28 auf 29 Euro und die Preise für die Zehnerkarten mit Ermäßigung und für Kinder bleiben wie im Vorjahr (18 Euro 10er ermäßigt, 10 Euro 10er Kinder).

• Die Saisonkarte ab 18 erhöht sich von 65 auf 80 Euro für Erwachsene, während die ermäßigte Saisonkarte und die Saisonkarte für Kinder unverändert bei 40 beziehungsweise 25 Euro bleibt. Für den Preis einer Erwachsenen-Saisonkarte ist künftig auch die Karte „Single plus Kinder“ erhältlich, und die Familienkarte für zwei Erwachsene mit ihren Kindern kostet mit 130 Euro sogar weniger als zwei einzelne Saisonkarten für Erwachsene.

• Die übrigen Sondertarife entfallen künftig ebenso wie die „Jahreskombikarte Aquafit und Geistalbad“ und die „Jahreskarte 12 Monate Aquafit“. Neben der beliebten Saisonkarte für das Geistalbad soll dann im Herbst auch eine neue Saisonkarte für das Aquafit eingeführt werden. Damit wird man an der Freibadkasse in Zukunft die Wahl zwischen zwölf individuellen Eintrittstarifen haben, statt bislang 17.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Bädergesellschaft, Bürgermeister Thomas Fehling: „ Ich freue mich , dass wir hier nach intensiver Diskussion, über alle Parteigrenzen hinweg, einen einmütigen Beschluss gefasst haben.“ Der Geschäftsführer der Bädergesellschaft, Markus Gilbert, ergänzt: „Zu den etwas kürzeren Öffnungszeiten haben wir intern eine gewisse Flexibilität vereinbart. Wenn wir an heißen Sommertagen um 19 Uhr noch einen guten Besuch im Freibad haben, werden wir die Tore natürlich nicht schon schließen, sondern dann im Einzelfall wie gehabt bis um 20 Uhr geöffnet bleiben.“ (red/ks)

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