Theater-AG der Modellschule inszeniert ihr neues Stück „zeit zu lieben zeit zu sterben“

Von Höhen und Tiefen

Probe auf der Bühne des Audimax am Obersberg: Die zwölf Schülerinnen und Schüler der Theater-AG der Modellschule präsentieren ihre neue Inszenierung ab kommenden Freitag an vier Abenden. Foto: Wagner

Bad Hersfeld. „Bitte alle auf Position!“ Regisseur Sebastian Stolz nimmt in der ersten Reihe Platz und beobachtet, wie Kristof Eidam (18) die erste Szene im Handstand eröffnet. Auf der Bühne des Audimax auf dem Schulcampus Obersberg probt die Theater-AG der Modellschule ihre neue Produktion „zeit zu lieben zeit zu sterben“, die am 3. Mai Premiere feiert.

„Probier, ob das Feuerzeug funktioniert“, rät Sebastian Stolz, früher Leiter des Jungen Schauspiels am Theater Eisenach, seinem Darsteller. Kristof Eidam hält einen Tintenkiller, die Requisite, die vorläufig als Zigarette dient, an seinen Mund und versucht, sie anzuzünden. „Schau, ob die Zigarette feucht ist. Ja. Wirf sie weg.“ Nun betritt der junge Abiturient die Bühne, die für die Schülerband „Dachpappe“ aufgebaut wurde. Die Band wird während des Stücks immer wieder Songs zum Besten geben. Leise kommen auch die anderen Bandmitglieder dazu, unterhalten sich kurz und stimmen das erste Lied an.

Damit beginnt die eigentliche Vorstellung und die restlichen jungen Darsteller treten in Erscheinung.

Musik und Choreographie

Das Stück, für das die Proben bereits zu Beginn des Schuljahres im vergangenen Herbst begonnen hatten, orientiert sich an einer Textvorlage von Fritz Kater. Es verspricht, nicht nur durch die darstellerische Leistung des Ensembles zu beeindrucken, sondern auch durch die eigenhändig produzierte musikalische Untermalung durch die Live-Band sowie durch choreographierte Spielteile. Für die Umsetzung selbiger konnte René Alejandro Huari Mateu, Mitglied des Tanzensembles am Staatstheater Kassel, gewonnen werden. Gemeinsam mit Klaus Riedel, der zusammen mit Sebastian Stolz als Spielleiter fungiert, komplettiert er das Team hinter der Bühne.

Das Stück, das von den Höhen und Tiefen im Leben Jugendlicher in vergangenen Zeiten handelt, haben sich die Schüler und Schülerinnen selbst ausgesucht und opferten für die Proben viele Stunden ihrer Freizeit.

„Es geht weniger um die Handlung, sondern um das Gefühl von damals, um die Bandbreite des Lebens junger Menschen“, erklärt Lorenz Starkloff (18). „Wir stellen im Grunde auch unsere Generation dar“, fügt Hamid Balutsch (19) hinzu.

Spaß kommt nicht zu kurz

In dieser Woche werden noch viele Stunden für die Proben geopfert werden müssen, doch immer wieder bringen Versprecher die Gruppe zum Lachen. So kommt während der anspruchsvollen Probe auch der Spaß nicht zu kurz. Für die Premiere am kommenden Freitag hat Anna-Mira Brandau besonders einen Wunsch: „Dass das Publikum auf uns reagiert.“

Weitere Vorstellungen finden am 4., 6. und 7. Mai statt. Karten sind bei allen Beteiligten des Stücks und an der Modellschule Obersberg für vier bis sechs Euro erhältlich.

Von Nicole Wagner

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