Vortrag im Rahmen der Aktion „Osthessen gegen den Schlaganfall“ an der MSO

Das Hirn geht zur Schule

Prof. Dr. Markus Horn (links) und Dr. Peter Schmidt mit ihrem „Lieblings-Organ“, das dank Fördermittel der Modellschule Obersberg zur Verfügung gestellt wird. Foto: Hanisch

Bad Hersfeld. Das Gehirn hat 100 Milliarden Nervenzellen, verbraucht 20 Prozent des Energiebedarfs und verbraucht 80 Liter Sauerstoff am Tag. Das waren nur einige der vielen Informationen, die Prof. Dr. Markus Horn, Neurologe, und Dr. Peter Schmidt, Neuroradiologe, des Klinikums Bad Hersfeld, gestern bei einem Vortrag an der Modellschule Obersberg für die Schüler der elften Klasse und Besucher bereit hielten.

Bevölkerung informieren

Im Rahmen der Gesundheitsinitiative „Osthessen gegen den Schlaganfall“ finden derzeit verschiedene Veranstaltungen statt, um die Bevölkerung über Vorbeugung, Erkennung und Behandlung eines Schlaganfalls umfassend zu informieren.

Nun war die die Modellschule Obersberg als Veranstaltungsort an der Reihe, um für die Schüler „das Hirn mit Wort und Bild erfahrbar zu machen“, wie Schuldirektor Karsten Backhaus in seiner Begrüßungsrede erklärt.

Anhand eines Gehirn-Modells, das auf der Bühne des Audimax aufgebaut ist, konnten die Neurologen ihre theoretischen Informationen veranschaulichen. „Unsere Lieblingsidee war eigentlich, das Modell richtig zentral auf dem Schulhof zu platzieren“, sagt Prof. Dr. Horn schmunzelnd,

Zu den Schwerpunktthemen des Vortrages gehörten allgemeine Informationen über das menschliche Gehirn, wie Aufbau, Funktion und Bedeutung sowie natürlich das Krankheitsbild Schlaganfall: Wie kommt es dazu und was passiert genau dabei? „Bei einem Schlaganfall können um die 1,2 Milliarden Nervenzellen absterben und er kann in jedem Alter auftreten“, erklärt Prof. Dr. Horn.

Seine Motivation, sich an der Gesundheitsaktion zu beteiligen, geht über das reine Informieren über den Schlaganfall aber noch hinaus.

„Als Neurologe ist das Gehirn für mich natürlich von besonderem Interesse. Ich möchte den jungen Leute auf diese Weise einen Zugang zu dem komplexen Organ verschaffen und die Zusammenhänge näher bringen“, begründet Prof. Dr. Horn sein Engagement.

Von Christin Hanisch

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