Grüße aus Bad Salzungen: Hinnehmen, was die Wetterküche präsentiert

Hersfeld-Rotenburg. Viele Grüße aus Bad Salzungen nach Bad Hersfeld an die Leser der HZ von Stefan Sachs.

Stefan Sachs

Seit voriger Woche haben wir Winter – zumindest aus meteorologischer Sicht. Das Wetter selbst juckt das wenig, und es blieb lieber dem November-Klischee treu: Regen, Sturm, Nebel; eben Herbst-Schmuddelwetter. Dafür hatte der Winter bereits im Oktober schon mal ein kleines Gastspiel gegeben. Die Meinungen über milde Wintertage sind ja geteilt. Während Wintersport-Enthusiasten hiervon überhaupt nicht begeistert sind, sind Berufskraftfahrern, Pendlern und Bauleuten schnee- und eisfreie Tage wohl lieber. Selbst, wenn die herbstlichen Wetter-Attribute auch nicht gerade fahrerfreundlich sind.

Was soll’s: Ob wir uns darüber freuen oder ärgern, ändern können wir das Wetter nicht. Und das ist gut so! Was gäbe das für ein Durcheinander, wenn jeder nach seinem Belieben am Wetter herum schrauben könnte? Da käme nichts Gutes dabei heraus. Also nehmen wir hin, was uns die Wetterküche Tag für Tag serviert und stellen uns darauf ein. Der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt schmeckt schließlich auch ohne Schnee. Und falls es noch wärmer wird: Wie wär’s mit einer Palme als Weihnachtsbaum? Die lässt sich auch schön bunt schmücken - und vor allem nadelt sie nicht.

Mit Wetterkapriolen und deren Auswirkungen beschäftigen sich derzeit die Anliegerkommunen der Felda. Sie wollen gemeinsam ein Hochwasserschutzkonzept für den Fluss und alle Nebengewässer erstellen lassen. Die Stadt Kaltennordheim übernahm hierbei die Federführung. Insgesamt 80 Kilometer Fluss- und Bachläufe müssen zunächst vermessen und dokumentiert werden. Hierfür will man die Wintermonate nutzen, weil die Bäume und Hecken in dieser Zeit laubfrei und somit die Gewässerläufe gut sichtbar sind. In den Anliegerorten wird angeregt über das Vorhaben diskutiert. Mancherorts gab es Anregungen, noch weitere Nebengewässer ins Konzept aufzunehmen. Auch kritische Stimmen gab es, die der Meinung sind, man könne sich ohnehin nicht wirksam vor Unwetterfolgen schützen.

Die Adventszeit bietet überall Veranstaltungen wie Märkte und Konzerte. Zum Beispiel beginnt am Samstag, 12. Dezember, um 19.30 Uhr die 23. „Rhöner Weihnacht“ im Geisaer Kulturhaus. Veranstalter sind die Stadt Geisa, die Wartburg-Sparkasse und die Südthüringer Zeitung. Musikschüler und erfahrene Musiker bieten ein abwechslungsreiches, mehrstündiges Programm. Auch Mitwirkende aus Hessen sind dabei, zum Beispiel die „Schwarzbachtaler Musikanten“ aus Hofbieber. Der Erlös des Abends kommt der Musikschule in Geisa zugute. Karten sind noch erhältlich, unter anderem im Salzunger Medienzentrum.

stefan.sachs@stz-online.de

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