An der Modellschule Obersberg haben über 300 Absolventen ihre Zeugnisse erhalten

Hinaus in die Welt

Daumen hoch für die Zukunft: MSO-Schulleiter Karsten Backhaus (ganz links) mit den 26 besten Abiturienten, die alle eine Durchschnittsnote von 1,5 und besser haben. Foto: Friedhelm Eyert

Bad Hersfeld. „Wir haben es gepackt“, sagte MSO-Schulleiter Karsten Backhaus nach fast drei Stunden. Reibungslos und mit nur 15minütiger Überziehung war da eine stimmungsvolle Feier zu Ende gegangen. Denn gepackt hatten es vor allem die über 300 Abiturienten und Absolventen der beruflichen Vollzeitklassen, die am Donnerstag bei dem Festakt mit strahlenden Gesichtern ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen konnten.

Anekdoten und gute Noten

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Auf neuen Wegen

Die Abiturrede hielt in diesem Jahr der frühere Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, Prof. Dr. Otmar Issing, dessen Enkelsohn Markus Andreas auch zu den Abiturienten gehört. Er machte den jungen Leuten trotz der derzeitigen Krisen Mut. „Lassen Sie sich die Furcht vor der Zukunft nicht einreden“, rief der den Abiturienten zu. „Sie haben Chancen, von denen meine Generation nicht zu träumen gewagt hätte“. Aber er mahnte die jungen Leute auch, immer weiter zu lernen und sich stets anzustrengen. „Die Welt steht ihnen offen, nutzen Sie die Chancen!“

Welche engen Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern in der gemeinsamen Zeit gewachsen sind, wurde dann bei der eigentlichen Zeugnisvergabe deutlich. Die einzelnen Leistungskurse traten hervor und wurden von ihren Lehrern mit kleinen Anekdoten und Erinnerungen an die vergangenen zwei Jahre verabschiedet.

Besonders beeindruckend für die vielen Eltern und Angehörigen in der bis auf den letzten Platz besetzen Obersberghalle war dann die Auszeichnung von besonders verdienten Schülern. 26 Abiturienten haben einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser erzielt. Besonders stolz konnte Festredner Issing dabei auf seinen Enkelsohn sein, der genau wie sein Mitschüler Sascha Bickhardt die Traumnote 1,0 erreicht hat.

Verabschiedungsfeier am Obersberg

Doch auch das soziale Engagement kann sich sehen lassen: So wurden die beiden Schulsprecherinnen Agnieszka Wypart und Maike Simla von dem SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth für herausragende Verdienste für die Schulgemeinde ausgezeichnet, was mit dröhnendem Applaus der Mitschüler belohnt wurde. „Frauen sind offenbar fleißiger, kreativer und engagierter“, sagte Roth mit Blick auf die weiteren vielen jungen Frauen, die ausgezeichnet wurden. „Der Kampf um die Gleichberechtigung hat sich gelohnt“, meinte Roth.

Doch auch die Jungs kamen nicht zu kurz. So würdigte der Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke das politische Engagement von Robert-Helge Party aus Hattenbach, der in Niederaula für die CDU im Gemeindeparlament sitzt.

Mitgezittert und gelitten

Schulelternbeiratsvorsitzender Jörg Nieding indes erinnerte dann auch an die Eltern, die mit den Kindern „gezittert und gelitten“ hätten und riet den Abiturienten bei der Berufswahl „ aufs Herz zu hören.“

Mathias Laufer-Klitsch warb als Vorsitzender der Ehemaligen-Vereinigung dafür, der Schule auch nach dem Abitur die Treue zu halten und sie weiter zu unterstützen. Das tat er dann auch selbst und überreichte einen Spendenscheck über 5000 Euro für die Beleuchtung im neuen Audimax. Auf diese Art und Weise konnte auch Schulleiter Backhaus, der so viele Zeugnisse verteilt hatte, an diesem Tag selbst ein wichtiges Stück Papier packen. (kai)

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