Der Christliche Hilfsdienst Bad Hersfeld hat seine Projekte in Osteuropa und Berlin vorgestellt

Hilfe, die wirklich ankommt

Große Spende: Für den Aufbau von Feuerwehren in der Ukraine überreichte der Kreisfeuerwehrverband dem Christlichen Hilfsdienst Bad Hersfeld funktionstüchtige Gerätschaften. Darüber freuen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter (von links) Dieter Kümmel, Uwe Heyer, Peter Szeghljanik, Andreas Schmidt und Heinrich Schmidt. Foto: nh

Bad Hersfeld. Zu einem Informationstag über seine derzeitigen Projekte, die unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ stehen, hatte der Christliche Hilfsdienst (CHD) Bad Hersfeld eingeladen. „Besonders glücklich waren wir über die rege Spendenbeteiligung“, sagt der erste Vorsitzende des Hilfsdienstes, Heinrich Schmidt. Für die Hilfsprojekte, die in der Ukraine, in Rumänien und auch in Berlin betreut werden, wurden Kleider- und Sachspenden gesammelt.

Der Kreisfeuerwehrverband machte über die Kreisgrenzen hinaus mobil und überreichten dem CHD Ausrüstungsgegenstände zum Aufbau von Feuerwehren in den osteuropäischen Betreuungszentren. Im Namen der Gemeinde Neuenstein überreichten Harald Stippich, stellvertretender Gemeindebrandinspektor, Wehrführer Ulrich Schwarz und Jugendfeuerwehrwart Timo Peter eine Tragkraftspritze und funktionsfähiges Zubehör, wie etwa Schläuche.

Zum ersten Mal im Ausland

„Ein besonderes Highlight war der Besuch einer Gruppe jugendlicher Waisen aus Oradea in Rumänien“, erinnert sich Heinrich Schmidt. Diese leben in einem vom CHD unterstützten betreuten Wohnheim. „Wir konnten den 14 Jugendlichen ermöglichen, vier Tage im Freizeitheim Siegwinden Urlaub zu machen“, sagt Schmidt. Die Besonderheit: Zum ersten Mal ging es ins Ausland. Beim Info-Tag zeigten die jungen Menschen ihre Dankbarkeit nicht nur durch musikalische Beiträge; sie erzählten von ihrem Alltag in Rumänien und erklärten aus ihrer Sicht, wie wichtig die Hilfe des CHD ist. „Für sie ist das Projekt die zweite Lebenschance. Vorher wohnten sie in kaputten Wohnblocks oder auf der Straße“, erklärt Schmidt. Zu Besuch war ebenfalls eine Gruppe aus der politisch unruhigen Ukraine. Eine Delegation des CHD fährt vom Samstag, 17. Oktober, für eine Woche dorthin, um Weihnachtspäckchen mit Grundnahrungsmitteln zu packen.

Die in Bad Hersfeld bekannte Aktion soll Bedürftige unterstützen, außerdem wollen sich die Hilfsdienstler vor Ort ein Bild über die zuletzt angeschobenen Projekte, wie dem Aufbau einer Zahnarztpraxis, verschaffen. Die alljährlichen Weihnachtspäckchen für die Bedürftigen in Rumänien und Familien, Waisen- und Straßenkindern in Berlin werden aber wie gewohnt in Bad Hersfeld gepackt.

Sehen, wofür man spendet

„Die erste Aktion findet am Wochenende vom 28. November statt“, erklärt Fritz Mannel. Natürlich könnten die Pakte auch in Rumänien gepackt werden, doch der CHD setzt auf die höhere Spendenbereitschaft der Menschen, wenn sie sehen, was mit ihrem Geld passiert. „Wir wollen nicht nur Projekte in Osteuropa unterstützen“, sagt Heinrich Schmidt. „Mit unserer jahrelangen Erfahrung möchten wir auch hier unsere Hilfe bei der Flüchtlingsfrage anbieten.“ Der CHD steht bereits in Kontakt mit dem Fachdienst Migration.

Hintergrund

Von Sarah Rössing

Kommentare