Projekt „Hand in Hand – Begleitung für junge Familien“ unterstützt im Alltag

Hilfe für überlastete Eltern

Die ehrenamtlichen Helferinnen an ihrem letzten Schulungstag, bevor sie ihre verantwortungsvolle Tätigkeit antreten. Foto : Hanisch

Bad Hersfeld. Junge Eltern haben es schwer: Neugeborene schreien viel, brauchen rund um die Uhr Aufmerksamkeit und die Geschwisterkinder müssen auch noch versorgt und beschäftigt werden. All diese neuen Herausforderungen alleine bewältigen zu müssen, kann einen schonmal in die Verzweiflung treiben.

Dagegen hat sich die kommunale Jugendhilfe in Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen etwas einfallen lassen: Das Projekt „Hand in Hand – Begleitung für junge Familien“. Dabei handelt es sich um ein ehrenamtliches Helfernetz, das freiwillige Helfer und Helferinnen in Familien schickt, die mit ihrer Situation daheim überfordert sind.

Dieses neue Konzept soll nun im Landkreis Hersfeld-Rotenburg eingeführt werden. Dafür fand kürzlich eine sechstägige Schulung statt, in der elf Ehrenamtliche auf ihre künftigen Aufgaben in den Familien vorbereitet wurden. Die Helferinnen – bislang haben sich nur Frauen gefunden – werden an ein bis zwei Tagen pro Woche für jeweils zwei bis drei Stunden die betroffenen Familien besuchen, um für eine Entlastung der Eltern zu sorgen. Wenn erforderlich, bleiben sie für die Dauer von maximal drei Jahren in den Familien.

Tätigkeitsbereiche

Zu den Tätigkeitsfeldern der Ehrenamtlichen gehören etwa das Spazierenfahren des Babys, Vorlesen und Spielen mit den Geschwisterkindern sowie die Hausaufgabenbetreuung. Aber natürlich stehen sie den Eltern auch bei Bedarf als Gesprächspartner zu Verfügung. Die Motivation für das Engagement ist vielfältig. „Ich habe selber drei Kinder, die bereits aus dem Haus sind. Ich habe Spaß an der Arbeit mit Kindern und möchte gerne die Chance nutzen, ihnen etwas mit auf den Weg zu geben“, begründet Angelika Kellerer ihre Entscheidung.

Von Christin Hanisch

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