Taxi-Unternehmen spendet für die Palliativstation des Klinikums Bad Hersfeld

Hilfe auf dem letzten Weg

Scheckübergabe: Dr. Ulrike Mäthrich und Irmgard Schreiter von der Palliativastation freuen sich über 1000 Euro von der Firma Taxi-Marggraf, vertreten durch Prokuristin Sibylle Brauer-Scheib und Chef Jens Marggraf (von links). Foto: Manns

Bad Hersfeld. Der Chef des Melsunger Taxi Unternehmens, Jens Marggraf, überreichte zur Verbesserung der Ausgestaltung der Palliativstation und zur Weiterbildung der Mitarbeiter einen Scheck über 1000 Euro.

Im Sommer 2008 wurde die Palliativstation mit acht Betten am Klinikum Bad Hersfeld eröffnet. Seither hat sie sich unter Leitung von Dr. Ulrike Mäthrich und Stationsleiterin Irmgard Schreiter in enger Kooperation mit den regionalen Hospizvereinen im Kreis Hersfeld-Rotenburg kontinuierlich weiter entwickelt

Dr. Mäthrich wies darauf hin, dass Krebs derzeit die häufigste Erkrankung von Patienten in der ambulanten oder stationären Palliativversorgung ist. Akute Krankheitssymptome seien die Gründe für eine Aufnahme in die Palliativstation, um auch die Angehörigen zu entlasten, welche auch vom Team der Station mit betreut und beraten werden.

Keine Sterbestation

„Der größte Teil der Palliativpatienten wird lebend entlassen, wir sind keine Sterbestation, so Dr. Mäthrich.“ Etwa 80 Prozent der Palliativpatienten sterben zu Hause und nicht im Klinikum, die allermeisten Patienten möchten auch zu Hause ihre letzten Tage im Kreise ihrer Angehörigen verbringen.

Eine sehr wichtige Voraussetzung für eine gute Patientenbetreuung ist, dass die Palliativstation sowie das ambulante Palliativteam Waldhessen rund um die Uhr erreichbar sind. Die Hausbesuche der Mitarbeiterinnen des ambulanten Palliativteams ersetzen weder die Arbeit der Hausärzte oder der ambulanten Pflegedienste, sondern kommen ergänzend hinzu. Die Zusammenarbeit mit den Hausärzten und den Pflegediensten vor Ort ist gut. Die gesamte Medizinversorgung des Klinikums werde für die Station sehr gezielt genutzt, um die körperlichen Beschwerden der Patienten erträglicher zu machen.

Begleitung und Beratung

Die Patienten werden auf ihrem letzten Weg begleitet und die Angehörigen können durch die fachliche Beratung auf die besondere Situation vorbereitet werden.

Jeder gesetzlich Versicherte hat bei Bedarf Anspruch auf Behandlung durch das Palliativteam. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen. (gm)

Informationen zur Palliativstation unter: www.klinikum-hef.de

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