Hospizvereine: Sterbebegleiter im Landkreis könnten noch mehr Menschen betreuen

Hilfe auch für Familien

Begleiter auf dem letzten Lebensabschnitt: die Mitarbeiter der Hospizvereine. Foto: nh

Hersfeld-Rotenburg. Immer noch sind die Hemmschwellen groß, die Hilfe der Hospizvereine in Anspruch zu nehmen – vor allem im ländlichen Raum. Das betrifft auch den Regionalen Hospizverein Rotenburg, der für den Altkreis Rotenburg zuständig ist, und den Ökumenischen Hospizverein Bad Hersfeld, der den Kreisteil Hersfeld abdeckt. Die Vereine haben noch Kapazitäten frei, die bislang nicht beansprucht werden.

Im Bereich Rotenburg fanden im Jahr 2011 etwa 35 Sterbebegleitungen und Beratungen statt. Im Vergleich zu 2010 ist die Zahl der Anfragen nicht gestiegen. Für die Begleitung stehen dort 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung. Das teilt Irene Scherner mit, eine der Koordinatorinnen des Rotenburger Vereins.

In Bereich Bad Hersfeld begleiteten die ehrenamtlichen Helfer im vergangenen Jahr 33 Menschen, vier mehr als im Jahr 2010. Dort stehen dem Hospizverein 45 Frauen als Betreuerinnen zur Verfügung. Das berichtet Martina Lotz-Hartwig, eine der Koordinatorinnen des Vereins.

„Rufen Sie uns an, wenn Sie Unterstützung in der Betreuung brauchen, wenn Sie selbst Entlastung brauchen, wenn es zu schwer wird.“ Dazu ruft Scherner die Betroffenen auf. „Wir sind immer für Anfragen offen und helfen gern“, sagt Lotz-Hartwig. Um Hemmschwellen abzubauen, betreiben die Vereine eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel mit Vorträgen in anderen Vereinen.

Die Mitarbeiter der Hospizvereine unterstützen Schwerkranke, Sterbende und ihre Angehörigen mit dem Wunsch, den letzten Lebensabschnitt menschenwürdig und lebenswert zu gestalten. Dazu gehört für die meisten auch der Wunsch, zu Hause zu sterben. Auch Trauernden stehen die Mitarbeiter der Hospizvereine zur Seite.  

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Von René Dupont

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