Verifone liegt mit Lesegeräten für Gesundheitskarten weit vorn

High-Tech aus Hersfeld sichert Patientendaten

Karten-Lesegerät

Bad Hersfeld. Etwa jedes dritte Lesegerät für die neue Gesundheitskarte kommt aus Bad Hersfeld. Insgesamt gibt es nur acht Firmen, die sich auf die Entwicklung solcher Kartenleser, die höchsten Sicherheitsanforderungen unterliegen, spezialisiert haben.

„Wir haben einen Marktanteil von knapp 30 Prozent und sind damit bundesweit der zweitgrößte Anbieter“, erklärt Markus Hövelkamp, der neue Geschäftsführer der Firma Verifone, die bislang als Hypercom in Bad Hersfeld firmierte.

Seit der offiziellen Einführung der neuen Gesundheitskarte zum 1. Oktober diesen Jahres wurden deutschlandweit in einem ersten Basis-Rollout ungefähr 160 000 Lesegeräte an Ärzte und Kliniken ausgeliefert.

Gleichwohl bleibt die Gesundheitskarte, auf der künftig auch ein Lichtbild und Patientendaten gespeichert werden sollen, politisch umstritten. Kritiker fürchten vor allem einen Missbrauch der sensiblen Patientendaten.

Gerade deshalb ist die Entwicklung der Kartenleser, die ähnlich wie mobile Bezahlterminals für Kredit- oder Scheckkarten aussehen, so schwierig. Die verwendete Technologie nennt sich „embedded“, weil die Mikroprozessoren direkt in das Gerät eingebaut sind. „Bei einem Missbrauchsversuch löscht das Gerät die sensiblen Daten von selbst“, erläutert Lothar Mawick, der Leiter der Entwicklungsabteilung.

Bei der Entwicklung der Kartenleser, die es in unterschiedlichen Ausführungen, zum Beispiel auch als mobiles Gerät für Hausbesuche gibt, haben die Bad Hersfelder Techniker eng mit Ärzten und Apotheken zusammengearbeitet. Deshalb ist man bei Verifone auch stolz, das Klinikum als wichtigen Kunden in der Region gewonnen zu haben. Zum Tage

Von Kai A. Struthoff

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