Nach dem Umzug ist die Freude groß

Buchcafé am Brink: Neue Gäste und Kooperationen

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Das neue Buchcafé am Brink.

Bad Hersfeld. Wenn Mercedes Thiel, die Geschäftsführerin des Bad Hersfelder Buchcafés über die bisherigen Erfahrungen am neuen Standort spricht, dann kommt sie sehr schnell ins Schwärmen. „Hier ist ganz viel möglich“, sagt sie. Der größere Saal mit 150 statt bisher 100 Sitzplätzen biete viele neue Möglichkeiten und sei auch regelmäßig ausverkauft, vor allem bei den Kabarett-Veranstaltungen.

Er sei zudem so eingerichtet, dass die Bühne von jedem Platz aus gut sichtbar sei.

Trotz der Größe funktioniere es aber auch mit weniger Publikum. „Das ist dann eine richtige Club-Atmosphäre“, meint Thiel. Bei Veranstaltungen mit weniger Publikumszuspruch würden Tische gestellt. „Das ist sehr gemütlich.“

Seit dem Umzug im April stehen viel mehr regionale Künstler auf der Bühne des Buchcafés. Allein im Dezember waren es sechs Gruppen, berichtet die Geschäftsführerin. Sie ist überzeugt davon, dass das Angebot ihrer Einrichtung so bereichert wird.

Jetzt barrierefrei

Und sie hat erfreut festgestellt, dass viele neue Besucher kommen. Das sind zum einen Menschen mit Bewegungseinschränkungen, die nun ohne Probleme barrierefrei alle Räume des Buchcafés besuchen können. Aber auch die zentrale Lage und Kooperationen mit dem benachbarten Hotel oder mit dem Kulturbund Bad Hersfeld bringen neue Gäste ins Haus.

„Die Entscheidung für den Umzug an diesen Ort war absolut richtig“, betont Mercedes Thiel. Besucher, die mit dem Auto kommen, finden nicht nur im Parkhaus problemlos einen Platz, sie müssen mit dem neu eingeführten Nachttarif dafür auch nur einen Euro zahlen.

Mercedes Thiel

Ebenso überzeugt ist sie davon, dass es gut war, die Bewirtschaftung der Kneipe in professionelle Hände zu geben. „Die Zusammenarbeit mit den Hecks ist super“, schwärmt sie. Und mit teilweise ehrenamtlichen Kräften, so wie früher, sei der Betrieb des Lokals einfach nicht mehr zu leisten gewesen.

„Unsere personellen Ressourcen sind begrenzt“, weiß Thiel. „Wir könnten noch viel mehr machen, wenn wir mehr Leute hätten.“ Ehrenamtliche Helfer werden deshalb dringen gesucht – zur Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltungen, für die Betreuung der Künstler oder für Thekendienste. Thiel verschweigt aber auch nicht, dass es an einigen Stellen noch besser laufen könnte.

Nachbessern beim Licht

„Beim Licht müssen wir noch nachbessern“, sagt sie. Das sei aber erst möglich, wenn die finanzielle Situation des Vereins wieder etwas rosiger sei. „Wir können nur Geld ausgeben, das wir auch haben“, meint sei. Auf der Wunschliste steht zum Beispiel auch noch ein Vordach über dem Eingang.

Auch mit der Akustik habe es anfangs Probleme gegeben, die aber inzwischen behoben seien. „Wir haben große Absorber im Saal eingebaut“, erklärt Thiel.

Etwas zu klein geraten ist der Backstage-Bereich für die Künstler. Die nutzen im Zweifelsfall dann die großzügigeren Seminarräume. (zac)

Mehr zum Thema lesen Sie in der HZ am Donnerstag. 

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