Interview mit Markus Pfromm, dem Geschäftsführer der Hersfelder Zeitung

Mit Sack und Pack: Die HZ zieht um

Modern und energieeffizient: Das neue Verlagsgebäude der Hersfelder Zeitung im Bad Hersfelder Schilde-Park ist nicht nur optisch ein Prachtstück. Heute beziehen alle Abteilungen der HZ den Neubau; bis Donnerstag soll dann alles „besenrein“ sein. Foto: Wiegand

Bad Hersfeld. Die Hersfelder Zeitung zieht ab dem heutigen Montag auf den Tag genau nach Plan in den Benno-Schilde-Park um. Mit Sack und Pack, mit Computern und Telefonen und natürlich mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird der Neubau im Herzen Bad Hersfelds zur neuen Zeitungsheimat.

Wir haben darüber mit HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm gesprochen.

Heute ist Umzugstag. Wird es denn morgen eine Hersfelder Zeitung geben?

Markus Pfromm (lacht): Ja, selbstverständlich! Unsere zusätzlichen Anstrengungen sind zwar bestimmt auch eine Nachricht wert für die Leserinnen und Leser, aber morgen ist ein ganz normaler Erscheinungstag.

Wann wurde mit der Planung für den Umzug begonnen und wie lange dauert das ab heute?

Pfromm: Im Grunde war der Umzug bereits vor gut anderthalb Jahren Teil der gesamten Planung. Wenn es nun heute am Morgen losgeht, dann werden wir für das Gröbste drei Tage benötigen. Ab Donnerstag werden wir sozusagen besenreine Gastgeber sein können an neuer Stelle.

Und wohin können sich Leser und Kunden dann ab heute bis zum Donnerstag wenden?

Pfromm: Wir halten unsere bisherige Geschäftsstelle in der Klausstraße noch bis einschließlich Mittwoch für die HZ als Anlaufstelle personell besetzt. Außerdem sind wir natürlich auch im Übergang weiter unter den bekannten Verbindungen telefonisch, per Fax und per E-Mail zu erreichen.

Falls doch etwas schief gehen sollte beim Umzug, haben Sie einen Plan B?

Pfromm (lacht wieder): Ja sicher, dann packen wir unsere Redaktion, das Team der Satzgestaltung und einige Anzeigenmitarbeiter in Kleinbusse und karren alles in die Zeitungsdruckerei. Aber ganz ernsthaft, bevor wir die Gutenbergstraße verlassen, werden wir abgesichert wissen, dass unsere Arbeitsplätze am Benno-Schilde-Platz funktionstüchtig sind, wenn wir auch alle gemeinsam zwischen Bergen von gepackten Kisten loslegen müssen.

Bei einem überschaubar großen Unternehmen wie der HZ müssen alle mit anpacken. Mal Hand aufs Herz: Wie viele Kisten haben Sie selbst gepackt?

Pfromm: Jeder sorgt für seinen Kram. Ich habe mich zu bestimmt 50 Prozent von dem getrennt, was sich so in meinem Büro angesammelt hat. Den Rest habe ich natürlich wie alle anderen auch selbst verpackt. Ehrensache.

Warum kam es überhaupt zu dem großen Aufwand mit dem Umzug der HZ in die Innenstadt?

Jeder hat sein Kistchen zu tragen: HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm im hellen Foyer des neuen Verlagsgebäudes. Foto: Maaz

Pfromm: Grundlage ist, dass wir das gesamte Areal an der Gutenbergstraße an unseren vormaligen Mieter Hoehl-Druck verkaufen konnten. Die von uns völlig unabhängig arbeitende Druckerei kann sich dort nun weiterentwickeln. Mit dem Verkauf haben wir es wirtschaftlich ermöglichen können, dass die Hersfelder Zeitung dahin zurückkehrt, wo sie hingehört, nämlich ins Herz der Stadt, wieder näher an den Lesern und Kunden.

Und was haben die Stadt und die Region aus Ihrer Sicht davon?

Pfromm: Das wohl derzeit modernste Bürogebäude, das ökologisch und in Fragen der Energieeffizienz Maßstäbe setzt. Und gleichzeitig ist der Neubau nicht nur Stoff für eine Debatte über moderne Architektur (lächelt). Er ist vor allem das geradezu körperlich greifbare Bekenntnis unserer Gesellschafter, dass wir weiter an den Medienstandort Bad Hersfeld glauben und uns mit einer qualifizierten und tüchtigen Mannschaft gut gerüstet fühlen in durchaus aufregenden Zeiten für Medienunternehmen.

Kommentare