Bundesweite Lösung für Führerschein anstreben

Hessens Inspektoren machen Druck

Jürgen Weingarten

Hersfeld-Rotenburg. Eine schnelle Lösung des Führerscheinproblems der Feuerwehr haben auch die Kreisbrandinspektoren Hessens bei der jüngsten Dienstversammlung gefordert. Sie riefen das hessische Innenministerium auf, sich dem geplanten bayerischen Vorstoß im Bundesrat für eine bundesweite Lösung anzuschließen und ihm zum Erfolg zu verhelfen. Das berichtete Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten auf Anfrage unserer Zeitung.

Bayern folgen

Die Bayern wollen die Lösung für die Gewichtsklasse von 3,5 bis 4,75 Tonnen auf Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen ausweiten - mit interner Schulung und Prüfung. Das unterstützt auch der Kreisbrandinspektor des Kreises Hersfeld-Rotenburg. Notfalls sei auch eine Prüfung bei einer Fahrschule denkbar, sagte Weingarten. Damit würden die Kosten für die Kommunen auf jeden Fall erheblich reduziert.

Zurzeit koste die Aufstockung von einem Pkw-Führerschein auf den gefordeten C1-Führerschein um die 2000 Euro. Die Kosten müssten auf ein für die Kommunen erträgliches Maß reduziert werden.

Gewaltiges Problem

Das Führerschein-Problem sei ein gewaltiges Problem für alle Beteiligten. Und dieses Problem werde sich weiter zuspitzen, betonte Weingarten. Selbst viele kleine Fahrzeuge für die Feuerwehr würden in Zukunft so geliefert, dass sie über 3,5 Tonnen wiegen. Außerdem würden immer mehr junge Leute in die Feuerwehren eintreten, die mit dem Pkw-Führerschein größere Fahrzeuge nicht mehr fahren dürften.

Politik muss tätig werden

„Wie sollen die Kommunen das bezahlen? Sie haben jetzt schon nichts mehr“, sagte Weingarten. Die Politik müsse endlich tätig werden. (dup)

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