Urkunden wurden offiziell übergeben – Nachahmer gesucht

Herzbuben gehen stiften

Partner, um Gutes für Wildeck zu tun: Wildecks Beigeordneter Armin Krapf, Sparkassen-Vorstandsmitglied Gerhard Heß, Herzbube Wolfgang Schwalm, Stiftungsspezialistin Silvia Greb, Bürgermeister Jürgen Grau, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Reinhard Faulstich, Herzbube Wilfried Gliem, Sparkassen-Mitarbeiter Oliver Wöll (von links). Foto: Schäfer-Marg

Obersuhl. Sie wollen Wiederholungstäter werden: Die Wildecker Herzbuben, musikalisches Aushängeschild der Region, haben mit ihrem 125 000 Euro-Gewinn aus dem Promi-Special der Rateshow „Wer wird Millionär“ den Grundstock für die Stiftung „Lebenswertes Wildeck“ gelegt. Am Dienstag erhielten sie die offiziellen Stiftungsurkunden im Rathaus in Obersuhl.

Die Stiftung ist der Sparkassen-Stiftung „Gutes Tun“ angegliedert worden. Aus ganz praktischen Gründen, wie Bürgermeister Jürgen Grau erläuterte: So hat die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg die Verwaltung übernommen. Das Geld wurde angelegt, die jährlichen Zinsen werden je zur Hälfte für Jugend- und Altenprojekte in der Gemeinde verwendet.

Jeder kann zustiften

Und weil jederzeit zugestiftet werden kann, hat Herzbube Wilfried Gliem eben die Wiederholungstäterschaft angekündigt. Allerdings: Sein pfundiger Kollege Wolfgang Schwalm, will natürlich auch in seiner Heimat bei ähnlich passender Gelegenheit Gutes tun.

Zustifter, darauf wies Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Reinhard Faulstich hin, kann aber jeder sein, der sich finanziell und sozial in der Gemeinde engagieren will. Der Stiftungsgedanke solle – ähnlich wie in den USA – weiter wachsen und zum bürgerschaftlichen Engagement herausfordern. Die Sparkasse selbst engagiert sich seit 25 Jahren im Kreis mit der Sparkassen- und der Bürgerstiftung. Hinzu kommt seit einiger Zeit die Stiftung „Gutes tun“, der „Lebenswertes Wildeck“ angegliedert wurde.

Bürgermeister Grau dankten den Herzbuben für deren „soziale Ader“ und alles, was beide für die Gemeinde getan haben. Die beiden, die auch schon an einer Promi-Rateshow mit Jörg Pilawa teilgenommen hatten – allerdings mit weit weniger Erfolg als bei Günther Jauch – erzählten zum Vergnügen der Zuhörer von ihrem damaligen „Waterloo“: Wem die Beatles ihren Film „Help“ gewidmet hatten, wollte der Showmaster wissen und bot vier Erfinder an: Die Herzbuben tippten auf den Erfinder des Rettungsrings. Es war allerdings der Erfinder der Nähmaschine – weil die Beatles deshalb so tolle Kostüme hatten.

Das weiß wohl nur, wer der Sgt. Pepper’s Lonely Heart Band angehört und auf Phantasie-Uniformen steht...

Von Silke Schäfer-Marg

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