Chorverein Bad Hersfeld tritt am 15. November in der Stadtkirche auf

Herz und Sinne berühren

Stimmstark: Der Chorverein Bad Hersfeld wird, unterstützt von den Frankfurter Sinfonikern sowie drei Solisten und unter der Leitung von Helgo Hahn, am 15. November Mendelssohn-Bartholdys „Reformationssinfonie“ und Gounods „Cäciienmesse“ aufführen. Foto: nh

Bad Hersfeld. Mit der „Reformationssinfonie“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und der „Cäcilienmesse“ des französischen Romantikers Charles Gounod bietet der Chorverein Bad Hersfeld am Sonntag, 15. November, einen besonderen musikalischen Höhepunkt zum Jahresende. In der Bad Hersfelder Stadtkirche sind ab 17 Uhr drei Solisten, der Chor und die Frankfurter Sinfoniker unter der Leitung von Helgo Hahn zu hören und zu erleben.

Die Sinfonie Nr. 5, die sogenannte „Reformations-Sinfonie“ ist eine romantische Sinfonie in vier Sätzen. Sie entstand anlässlich der Dreihundertjahrfeier der Augsburger Konfession im Jahr 1832 und erhielt ihren Namen, weil sie das Luther-Lied „Ein feste Burg ist unser Gott“ zitiert.

Marseillaise der Reformation

Diese Melodie, oft auch als „Marseillaise der Reformation“ bezeichnet, prägt den letzten Satz und macht die Sinfonie einzigartig. Bei ihrer Uraufführung in Berlin unter der Leitung des Komponisten hatte sie noch keinen nachhaltigen Erfolg, gehört aber heutzutage ins feste Repertoire der romantischen Sinfonik und wird auch in der Stadtkirche sicherlich Herzen und Sinne der Konzertbesucher berühren.

Die nachfolgende „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod ist die bedeutendste Komposition seines umfangreichen kirchenkompositorischen Schaffens. Auch sein Einfluss auf die Vokalmusik in Frankreich war beträchtlich. Die erste Aufführung fand am 22. November 1855 zum Jahrestag der Heiligen Cäcilie in Paris statt. Das Werk rief große Begeisterung hervor und wurde außerordentlich populär.

Dies liegt nicht zuletzt an der prachtvollen Instrumentierung, zum Beispiel der programmatischen Verwendung der Harfe am Schluss des Credo („Et vitam venturi“), dessen Chorpart im übrigen über weite Teile im Unisono steht und das Glaubensbekenntnis dadurch besonders eindringlich werden lässt. Das Benedictus sieht einen reinen, neunfach geteilten Streichersatz vor. Größte klangliche Wirkung erzielt Gounod auch zu Beginn des Gloria, indem er der innigen Melodie des Solo-Soprans tremolierende Violinen, Harfe und Summchor beifügt. Das Kyrie wird von einem a capella vorgetragenen Thema umrahmt, das an gregorianische Melodik erinnert. Die flächige Klanggestaltung und die moderaten Tempi sind auf einen großen Kirchenraum ausgerichtet und bestimmen den Charakter der Messe. Die Interpretation des Chorvereins in der Stadtkirche Bad Hersfeld 2015 wird geprägt durch den stimmstarken Chor aus mehr als 60 Sängern und Sängerinnen sowie durch die drei Solisten Elsbeth Reuter (Sopran) Johann Penner (Tenor) und Christian Palm (Bass). Es spielen die Frankfurter Sinfoniker mit Kantor Sebastian Bethge an der Orgel. Die Gesamtleitung hat Helgo Hahn. (red/zac)

Vorverkauf: Karten zu 18 Euro gibt es in der Kartenzentrale, bei der Firma Biel oder im Internet (www.chorverein-bad-hersfeld.de).

Kommentare