Potenzieller Betreiber legt neues Gutachten vor

Hersfelder Windpark noch nicht erledigt

Bad Hersfeld. Aus dem Thema Windkraft schien in Bad Hersfeld bereits die Luft heraus zu sein – das könnte sich nach einem neuen Gutachten des potenziellen Betreibers ABO Wind aus Wiesbaden wieder ändern. Darüber informierte Johannes van Horrick, Fachbereichsleiter der Technischen Verwaltung der Stadt Bad Hersfeld, jetzt die Stadtverordneten im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt.

Zwar ist der vorgesehene Standort auf dem Wehneberg im Entwurf des Regionalplans nicht verzeichnet, weil die Windgeschwindigkeit hier die erforderlichen 5,75 Meter pro Sekunde nach offizieller Lesart nicht erreicht. Doch ABO Wind war bei einem eigenen Gutachten auf höhere Messwerte gekommen.

Jetzt hat das Unternehmen eine weitere, von einem unabhängigen Gutachter gefertigte Expertise für den Wehneberg vorgelegt. Und die bestätigt laut van Horrick die ursprünglichen Annahmen von ABO Wind.

Dieses Gutachten werde nun dem Regierungspräsidium vorgelegt, berichtete der Bauamtschef weiter, das vermutlich seinerseits über das Fraunhofer-Institut prüfen lassen werde, ob ABO Wind richtig liegt. Bei positivem Ausgang werde das Verfahren weitergehen.

Auf dem Wehneberg sind mitten im Wald Windräder mit einer Gesamthöhe von über 200 Metern geplant. (ks)

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