Vertrag mit der Stadt läuft ab: Planung für 2016 im Ungewissen

Die Hersfelder Oper bangt um ihre Zukunft

Bad Hersfeld. Die Oper in der Stiftsruine bangt um ihre Zukunft. Für die Spielzeit 2016 besteht aktuell keine Planungssicherheit, weil der Vertrag mit der Stadt Bad Hersfeld, in dem Termine und Nutzung der Bühne geregelt sind, Ende dieses Jahres abläuft und noch keine weiteren Absprachen getroffen wurden. Die aber sind zwingend erforderlich, um das Nebeneinander von Bad Hersfelder Festspielen und Oper zu regeln.

„Bei uns herrscht große Verunsicherung“, bestätigt Alf Rothe, Vorsitzender des Arbeitskreises für Musik (AfM), der alljährlich im August die Opernaufführungen veranstaltet. Mit den Vorbereitungen für das nächste Jahr hat der AfM wie branchenüblich schon lange begonnen, Gespräche mit Regisseuren, Orchester und Sängern können jedoch nur unter Vorbehalt stattfinden.

Einen „gewissen Zeitdruck“ hatte auch Bürgermeister Thomas Fehling im Stadtverordneten-Ausschuss für Kultur und Bildung bestätigt. Es gebe eine „Reihe von offenen Fragen“, sagte der Bürgermeister und stellte fest: „Die Akteure müssen zusammenfinden“.

Das soll jetzt Anfang März geschehen. Wie Stefan Prusch-witz, kaufmännischer Leiter der Bad Hersfelder Festspiele, auf Anfrage mitteilte, will sich Intendant Dieter Wedel mit Vertretern des AfM treffen. „Dann wird gesprochen, und dann wird es eine Lösung geben“, sagte Pruschwitz. Wedel werde zu diesem Termin mit einer konkreten Idee kommen.

Ein eigenes Konzept für die weitere Koexistenz von Festspielen und Oper hatte der AfM dem Intendanten bereits zukommen lassen. Mit dem Vorschlag, Schauspiel und Oper als weiterhin getrennte Veranstaltungen auf dem organisatorischen Unterbau der Festspiele stattfinden zu lassen, sei Wedel jedoch nicht einverstanden gewesen, räumt Alf Rothe ein. Außerdem hätten auch die Festspiele die wettersicheren August-Termine im Auge.   hintergrund, zum Tage, seite 2

Von Karl Schönholtz

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