Provisorium Stockwerkshalle zu eng – Hohe Sanierungskosten

Hersfelder Hochschule platzt aus allen Nähten

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Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder Außenstelle der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ist die am schnellsten wachsende Dependance der Wetzlarer Uni und platzt deshalb aus allen Nähten. Die 119 Studierenden sind momentan in provisorischen Räumlichkeiten der sogenannten Stockwerkshallen im Schilde-Park untergebracht.

Doch die Sanierung des ursprünglichen THM-Standorts in der alten Schilde-Verwaltung bürdet der ohnehin von finanziellen Sorgen gebeutelten Stadt Bad Hersfeld ein weiteres großes Problem auf: Auf mittlerweile 7,7 Millionen Euro schätzt Architekt Uwe Kleineberg (Braunschweig) die Kosten, um das auf der Parkseite gegenüber liegende Gebäude statisch zu ertüchtigen und zu modernisieren. Bestenfalls eine Million Euro kann die Stadt hierfür als Zuschuss aus der Städtebauförderung erwarten, teilte Johannes van Horrick, Leiter der Bauverwaltung, bei einem Ortstermin mit den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung mit.

Weicher Beton und durchhängende Unterzüge erfordern in dem leer stehenden Gebäude eine Hilfskonstruktion aus Stahlträgern und -säulen. Noch in diesem Jahr will die Stadt hier für 725 000 Euro ein neues Treppenhaus samt Aufzug bauen lassen, möglicherweise auch die zur Schilde-Halle zeigende Fassade sanieren (394 000 Euro).

Die THM soll nach der Sanierung die beiden oberen Geschosse beziehen, daneben zusätzliche Räume im angrenzenden Zwischentrakt zur Schilde-Halle.

Wegen der hohen Gesamtkosten ist der ebenfalls diskutierte Verkauf der Immobilie laut van Horrick keine realistische Variante. „Verkaufen heißt verschenken“, sagte er.

Dem gegenüber steht nach Auskunft des Ersten Stadtrats Dr. Rolf Göbel der erklärte Willen des Magistrats, dass die Sicherung der THM am Standort Bad Hersfeld „erste Priorität“ genießen solle. hintergrund, zum Tage

Von Karl Schönholtz

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