Thomas Fehling eröffnet seinen Bürgermeisterwahlkampf / Visionen für die Festspiele

Als Hersfelder für Hersfeld

Bad Hersfeld. Thomas Fehling setzt auf den Heimvorteil. Mit dem Slogan „Ein Hersfelder für Hersfeld“ zieht der FDP-Politiker in den Bürgermeisterwahlkampf. Der 1967 in der Festspielstadt geborene Diplom-Wirtschaftsinformatiker sagt, er wolle mit seiner Kandidatur „meiner Heimatstadt etwas zurückgeben vom eigenen Erfolg.“ Sein Ziel: „Junge Familien müssen wieder eine Perspektive in Bad Hersfeld finden“ – und dazu brauche die Stadt vor allem gut bezahlte Arbeitsplätze.

Fehling knüpft damit an seinen Bürgermeisterwahlkampf von 2007 an und sieht sich in vielen seiner damaligen Aussagen und Prognosen bestätigt. Bad Hersfeld ist unter die 30 000-Einwohner-Marke gesunken, was Auswirkungen auf die Stellung als Mittel-Zentrum aber auch auf die Finanzzuweisungen habe. „Wir müssen wieder über die Dreißigtausender-Marke kommen, sonst ist der schleichende Niedergang der Stadt nicht aufzuhalten“, sagt Fehling und stützt sich dabei auch auf Studien des Prognos-Instituts. Er räumt allerdings ein, auch keine Patentrezepte zu haben, plädierte aber dafür, mehr in Technologie-Arbeitsplätze zu investieren und den Mittelstand stärker zu unterstützen.

Voll Selbstbewusstsein verweist Fehling auf seine beruflichen Erfolge und Erfahrungen, die ihn für das Bürgermeisteramt qualifizierten. Als Führungskraft für internationale Technologieprojekte betreue er einen Umsatz von 130 Millionen Dollar, was etwa dem Bad Hersfelder Haushalt entspreche. „Solche Zahlen erschrecken mich nicht.“ Als Projektleiter verfüge er zudem über große Erfahrung, weshalb er auch die Herausforderung Schilde-Park gelassen sehe.

Fehling kündigte an, in den kommenden Wochen in Pressegesprächen seine Vorstellungen zu den unterschiedlichen Themen der Stadtpolitik zu präsentieren. So will er sich mit dem Schildepark und der Situation von Senioren beschäftigen.

Angesichts der dramatischen Finanzlage bei den Bad Hersfelder Festspielen nutzte der FPD-Politiker die Auftaktpressekonferenz, um seine Visionen zur Zukunft des Ruinen-Theaters vorzustellen.

Sein Credo lautet: „Die Bürger müssen wieder stolz auf ihre Festspiele sein, es müssen wieder unsere Festspiele sein.“

† siehe unten

Von Kai A. Struthoff

Kommentare