Finanzielle Situation der Kreisstadt bleibt kritisch

Hersfelder Haushalte bis 2016 im Minus

Bad Hersfeld. Bis zum Jahr 2016 rechnet die Stadt Bad Hersfeld mit defizitären Haushalten. Erst 2017, so berichtete Kämmerer Wilfried Herzberg jetzt vor dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung, könne wieder ein geringer Überschuss erwirtschaftet werden.

Die angespannte finanzielle Situation der Kreisstadt resultiert aus einem dramatischen Gewerbesteuerausfall in diesem Jahr: Anstatt der ursprünglich eingeplanten rund 17 Millionen Euro werden nun nur noch etwa neun Millionen erwartet.

Auch der Haushalt 2013 konnte bisher nicht ausgeglichen werden, hier fehlen 287 000 Euro. Allerdings beziehen sich Herzbergs Berechnungen auf den Haushaltsentwurf von Bürgermeister Thomas Fehling (FDP). Angekündigte Änderungsanträge der Fraktionen – etwa zu den drastisch erhöhten Kindergartengebühren – sind darin nicht berücksichtigt.

Sicherungskonzept

Ausschussvorsitzender Bernd Wennemuth (SPD) wies zudem darauf hin, dass sich die Haushaltslage in den nächsten Jahren durch wieder verbesserte Einnahmen bei der Gewerbesteuer entspannen könne.

Aktuell arbeitet die Verwaltung jedoch an einem Haushaltssicherungskonzept, damit der Etat 2014 am 8. Mai vom Parlament beschlossen werden kann. (ks)

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