Festakt in der Stiftsruine

64. Bad Hersfelder Festspiele sind eröffnet

Bad Hersfeld. Mit dem traditionellen Festakt in der Stiftsruine haben am Mittwoch die 64. Bad Hersfelder Festspiele begonnen. Die Eröffnung nahm Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann vor. Staatsminister Michael Roth bezeichnete die Festspiele in seiner Rede als „ein Stück europäischer Geschichte“. Umrahmt wurde der Festakt durch musikalische Beiträge von Luiza Braz Batista, die mit der Wolfgang Schmidtke-Band aus diversen Ländern grüßte.

Roth beschrieb eine Positionsveränderung. Einst seien die Festspiele ein „Leuchtturm gegen die Unfreiheit“ auf der anderen Seite der Zonengrenze gewesen, seit dem Mauerfall aber „Teil der künstlerischen Verständigung in und um Europa“. Weil die Kunst einen Spiegel vorhalten könne, spricht laut Roth nichts dagegen, „das, was sich andernorts in Europa ereignet, in Bad Hersfeld künstlerisch zu reflektieren und aufzugreifen“.

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Bevor Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann – früher einmal für das Ressort Wissenschaft und Kunst zuständig – die neue Spielzeit eröffnete, ging sie in ihrem Grußwort auf Verbindungen zwischen Fußball und Theater ein: Beide seien „feste Bestandteile unserer Kulturlandschaft“.

Die Fußballanhänger ermunterte sie, neben den Spielen der Weltmeisterschaft auch die Anregung der Sinne durch das Theater, die Musik und die Kunst in Bad Hersfeld zu erleben. In Zeiten immer knapperer finanzieller kommunaler Mittel bedürfte es besonderer Anstrengung bedarf, um ein solch imposantes kulturelles Signal über die Grenzen Nordhessens hinweg zu senden, sagte die Ministerin. Dass dies in Bad Hersfeld immer wieder gelinge, verdiene Anerkennung. (ks)

 

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Festakt zur Eröffnung der 64. Bad Hersfelder Festspiele

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