61. Bad Hersfelder Festspiele eröffnet

Bad Hersfeld. Der Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, Holk Freytag hat im Rahmen des Festaktes zur Eröffnung der 61. Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine bekannt gegeben, dass Volker Lechtenbrink im Sommer 2012 in KÖNIG LEAR, der Tragödie von William Shakespeare, den Lear in Bad Hersfeld spielen wird. Regie wird Holk Freytag selbst führen.

Lesen Sie die kompletten Abschriften der Eröffnungsreden:

Rolf Bolwin , der Direktor des Deutschen Bühnenvereins

Thomas Fehling, Bürgermeister der Stadt Bad Hersfeld

Eva Kühne-Hörmann, hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst

Während des Festaktes, in dem Mitglieder des Festspielensembles und Gäste wie der Schauspieler Horst Sachtleben und auch Volker Lechtenbrink das Publikum ebenso unterhielten wie die Sängerin Valerie Scott und Musiker des Festspielorchesters, begrüßte der Bürgermeister der Stadt Bad Hersfeld, Thomas Fehling das Publikum, die Künstler und die Festredner.Rolf Bolwin , der Direktor des Deutschen Bühnenvereins beschäftigte sich in seiner Rede mit der Bedeutung von Kunst und Kultur in Europa und sprach damit auch besonders EUROPOLIS 2050, das internationale Programm zu den Bad Hersfelder Festspielen , an. In Beispielen wie „Schnullerketten-Verordnung“ ging er auf bürokratische Auswüchse und „Regelungswahnsinn“ an. Es bestände aber kein Grund zu Europaskepsis: „Wer miteinander redet, schießt nicht aufeinander. Schon insoweit hat sich die Europäische Union bewährt“. Und weiter: „Verstehen wir nicht einander überhaupt nur durch Kunst und Kultur? Sind es nicht letztlich doch die Bilder, die Musik, die uns auch jenseits der fremden Sprache miteinander verbinden? Deshalb, meine Damen und Herren, ist es fahrlässig, dass in manchen Ländern Europas eine Kürzung der öffentlichen Kulturfinanzierung ohnegleichen stattfindet.“

Eröffnet wurden die Festspiele von der hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, die in ihrer Rede die Bad Hersfelder Festspiele als einen „der wichtigsten kulturellen Termine in Hessen, ja in Deutschland“ bezeichnete. Sie ging besonders auf das „Wunder der Stiftsruine, wie es ein Film aus den sechziger Jahren einmal nannte und der Faszination des lebendigen Theaters in den tausendjährigen Mauern“ ein, die ein Alleinstellungsmerkmal der Bad Hersfelder Festspiele seien.

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