Bad Hersfelder Bauausschuss will für Verwaltung und Kirchtor Alternativen

Alternativen offenhalten: Das Stadthaus (links) und das Telekom-Gebäude (MItte) sind als zentrale Verwaltungsstandorte im Gespräch, und beim Kirchtor (rechts) geht es um eine Gesamtlösung mit den beiden Nachbargrundstücken. Fotos: Schönholtz

Von Karl Schönholtz Bad Hersfeld. Nicht zu früh festlegen wollten sich die Mitglieder des Stadtverordneten-Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt, als am Mittwoch über die künftige Zentralisierung der Stadtverwaltung und das Kirchtor-Ensemble am Markt gesprochen wurde.

Die Verwaltung von ihren übers Stadtgebiet verteilten Standorten größtenteils in einem Gebäude zu versammeln - daran arbeitet Anke Hofmann, die Leiterin des städtischen Immobilienmanagements, auf Geheiß von Bürgermeister Thomas Fehling schon seit mehreren Monaten. Favorisiert wird demnach das Stadthaus am unteren Ende der Fußgängerzone, wo nicht nur ausreichend Platz wäre, sondern auch die Belebung eines problematischen Quartiers gleich mit erledigt werden könnte.

Diesen Vorschlag bezeichnete jedoch Michael Bock (NBL) als „verrückte Idee“, weil die Immobilie einer Eigentümergemeinschaft gehört. Hier zu vernünftigen Preis zum Zuge zu kommen, sieht Bock als schwieriges Unterfangen.

Auch leuchtete mehreren Ausschussmitgliedern nicht ein, warum das überwiegend leer stehende Telekom-Gebäude in der Breitenstraße nicht besser geeignet sein soll. Hier seinen bereits Büroräume vorhanden, im Stadthaus überwiegend Wohnungen. Mit großer Mehrheit empfahl das Gremium am Ende, beide Möglichkeiten auf ihre Realisierung hin zu überprüfen.

Ebenfalls nur ein verhaltenes Ja gab es (bei fünf Enthaltungen) für den Erwerb des Hauses Markt 34. Zum einen sei der vom Eigentümer verlangte Kaufpreis zu hoch, zum anderen gebe es für die Bebauung des Kirchtor-Areals noch kein Konzept. Bisher befindet sich lediglich das mittlere der drei Grundstücke im Eigentum der Stadt.

Auch die Idee, hier in einem historisierenden Neubau die Tourist-Information und die Kartenzentrale der Festspiele unterzubringen, zündete nicht, Hans-Jürgen Schülbe (UBH) befand sie im Hinblick auf den vorhergehenden Punkt als kontraproduktiv.

Ebenfalls mehrheitlich wurde der Beschluss des Bebauungsplanes als Satzung empfohlen, der im Schilde-Park die Öffnung des zweiten Baufensters für ein neues Verwaltungsbeäude der Firma Verifone ermöglicht.

Das letzte Wort hat hier die Stadtverordnetenversammlung, die am kommenden Donnerstag tagt.

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