Elisabethkrankenhaus schließt, Tumorspezialist orientiert sich neu

Hersfelder Ärzte zieht es nach Rotenburg

Rotenburg/Bad Hersfeld. Das Krankenhaus St. Elisabeth in Bad Hersfeld wird Ende März nächsten Jahres geschlossen: 40 Mitarbeiter und zwölf Ärzte, die alle als Belegärzte tätig sind, orientieren sich um. Die Patienten des Tumorspezialisten Dr. Wolfgang Thon, von denen viele auch aus dem Nordkreis und dem Werra-Meißner-Kreis kommen, können aufatmen.

Der Internist wird die Patienten schon ab 1. Januar im Kreiskrankenhaus (KKH) in Rotenburg behandeln, wenn sie stationär aufgenommen werden müssen. Auch der Chirurg Bernhard Hennes erklärte auf Anfrage, er stehe in Verhandlungen mit dem Rotenburger Kreiskrankenhaus und mit Hünfeld. Ans Klinikum Bad Hersfeld werde er nicht gehen, sagte Hennes.

Dr. Thon wird als angestellter Leitender Arzt mit Betten am KKH tätig werden und in das Team um den internistischen Chefarzt Dr. Daniel Gleichmann eingebunden sein, sagten KKH-Geschäftsführer Reiner Schickling und Verwaltungsleiter Sassan Pur. Für die Patienten im Hersfelder Raum werde noch nach einer Lösung gesucht, sie in der Kreisstadt stationär zu behandeln, erklärte Dr. Thon, der zurzeit zehn Belegbetten am Elisabethkrankenhaus hat. Nachdem es keine Initiative des Klinikums Bad Hersfeld gegeben habe, habe man Dr. Thon angesprochen, erläuterte Schickling. „Wir sind eingesprungen und stehen zur Verfügung.“ Es gehe um die Versorgung der Patienten.

Der Geschäftsführer des Klinikums, Martin Ködding, äußerste sich erstaunt. Belegbetten für die Internisten des Elisabethkrankenhauses sollten nach seinen Worten in der Vitalisklinik entstehen, die sich in Trägerschaft der Stadt befindet. Es sei geplant, 15 Betten aus dem Klinikum an die Vitalisklinik auszulagern sowie im Elisabethkrankenhaus weiter ambulantes Operieren zu ermöglichen. Der dortige OP-Bereich solle unter Regie des Klinikums bestehen bleiben. SEITE 2 / ZUM TAGE

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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