Marketing-Offensive bei Gruppenreisen mit Grimm-Heimat

Bad Hersfeld wirbt um mehr Bus-Touristen

Bad Hersfeld/Berlin. Die Stadt Bad Hersfeld wirbt jetzt verstärkt um Bus-Touristen und versucht damit, auf bisher vernachlässigtem Gebiet aufzuholen. Eine entsprechende Marketing-Offensive kündigte Kurdirektor Christian Mayer über den Verbund der Grimm-Heimat an.

Parallel dazu knüpfte Stefan Pruschwitz, kaufmännischer Leiter der Bad Hersfelder Festspiele, während der vergangenen Woche auf der Tourismus-Messe ITB in Berlin Kontakte zu Busunternehmen, um auch hier Gruppenreisen zum Theater-Festival in der historischen Stiftsruine anzuregen. „Es ist eine Reiseform, die sich für die Festspiele anbietet“, sagte er. „Außerdem wächst der Markt für ältere Reisende, die kulturinteressiert sind und eher im Inland unterwegs sein wollen.“ Für den gewünschten Busandrang sieht Pruschwitz die Stadt Bad Hersfeld gut vorbereitet. Genügend Parkplätze und freie Betten gebe es allemal.

„Das Interesse ist da“

Auch über die Auslastung ihres Messestandes zeigte sich die Hersfelder Delegation zufrieden. „Das Interesse ist definitiv da“, sagte Stefan Prusch-witz nach überstandenen fünf Tagen Berlin. Kirsten Stehling, Direktorin des Hotels Thermalis im Kurpark, berichtete von mehreren Busunternehmen, mit denen es schon konkretere Gespräche gegeben habe.

Eine Bilanz der ITB in Zahlen ist trotzdem problematisch, da auf Messen vor allem geschaut und getastet wird. „Es geht hier um Anbahnungsgeschäfte“, sagte Stefan Pruschwitz. „Was davon wirklich passiert, wird sich zeigen.“

Dass trotz Marketingoffensive Geduld gefragt ist, betonte auch Hotelier Achim Kniese, der zur ITB nach Berlin gereist war: „2015 wird ein Katalysatorjahr“, sagte er. „Der Erfolg wird sich erst nächstes Jahr zeigen, aber es ist wichtig, das Ganze so schnell wie möglich anzustoßen.“

Von Saskia Trebing und Karl Schönholtz

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