Bad Hersfeld – ein Standort in Bewegung

Karl Schönholtz

Als Gewerbestandort scheint die Stadt Bad Hersfeld nach wie vor gefragt zu sein. Denn hinter dem Erwerb der ehemaligen Autozentrale an der Frankfurter Straße durch einen örtlichen Bauunternehmer steckt sicherlich ein planvolles Vorgehen, auch wenn sich die Hoffnung auf einen Media Markt nicht erfüllen sollte.

Hochinteressant dürfte auch die weitere Entwicklung im Gewerbegebiet an der Haune sein. Nach Neubau einer Autowaschanlage und Umzug des TÜV geht es nun um die andere Straßenseite, wo einst Omnibus-Peter und die Binding-Brauerei zuhause waren. Ein Investor soll sich hier schon mehrere Flächen gesichert haben.

Es gebe „Gespräche“, bestätigte Bürgermeister Thomas Fehling auf Anfrage, konkret sei jedoch noch nichts. Gemunkelt wird in diesem Zusammenhang schon seit einiger Zeit, dass sich hier gerne ein ortsansässiger Baumarkt vergrößern würde. Dagegen ist wohl im Prinzip nichts einzuwenden. Es stellt sich allerdings die Frage, was dann mit dem bisherigen Standort des Marktes wird.

Als Dauerproblem erweisen sich unsere Kaiser und Könige im Stiftsbezirk. Die schneeweißen Statuen – zu Beginn der Festspiele noch einmal repariert und gesäubert – bieten nur wenige Wochen später schon wieder einen ramponierten und damit bemitleidenswerten Anblick. Irgendwie wünscht man der Herrscher-Riege einen neuen Standort, bei dem sie sowohl vor Wetter wie Vandalen geschützt sind.

Großes Rätselraten herrschte diese Woche in unserer Redaktion, als die Spekulationen um den angeblich auch für unseren Kreis zuständigen Landtagsabgeordneten Jochen Paulus bekannt wurden: Was bitteschön hat der FDP-Mann getan oder gar geleistet, um ihn zum Vize des Kasseler Regierungspräsidenten zu befördern? Wir rätseln immer noch.

Kommentare