Förderprogramm wird unter neuen Vorzeichen fortgesetzt – Schwerpunkt Beleuchtung

Bad Hersfeld saniert sich weiter

Bad Hersfeld. Das städtische Förderprogramm „Bad Hersfeld saniert sich“ wird fortgesetzt – allerdings unter veränderten Vorzeichen. Lag das Augenmerk bisher auf der energetischen Aufrüstung von privaten Wohnungen und Häusern, so soll dieser Bereich zum Ende dieses Jahres auslaufen.

Stattdessen, so teilte der städtische Klimaschutzbeauftragte Guido Spohr jetzt im Stadtverordneten-Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt mit, sollen nun die Gebäude von Dienstleistern und Kleingewerbe in den Genuss von beratung und Förderung kommen. Entsprechende Richtlinien werden demnächst erarbeitet.

Bis Ende dieses Monats können allerdings noch Anträge für private Sanierungsvorhaben gestellt werden. Diese würden im Laufe des kommenden Jahres abgearbeitet, sagte Spohr.

Seit Beginn der Förderung wurden 150 einzelne Maßnahmen in das Programm aufgenommen und mit insgesamt 450 000 Euro aus dem städtischen Haushalt unterstützt. Durch das Programm sei eine Wertschöpfung von 6,5 Millionen Euro generiert worden, zog der Klimaschutzbeauftragte Bilanz. Seit Frühjahr 2014 seinen jedoch kaum noch neue Anträge gestellt worden, begründete er das Ende des Programms.

Spohr will den Privaten künftig zu Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verhelfen, die die Altstadt sowie die Stadtteile Hohe Luft und Eichhof in ihr Programm aufgenommen hat.

Erfreulicher Nebeneffekt: Das Programm verlangt nach einem Sanierungsmanager, so dass die Arbeit Spohrs für einige Zeit aus dieser Quelle bezahlt werden könnte und der Stadt-Haushalt entlastet würde.

Hilfestellung für Nachbarn

Ein weiterer Schwerpunkt in Sachen Energiesparen und Klimaschutz wird die Straßenbeleuchtung sein. Bei der Umstellung auf LED-Lampen ist nun der Stadtteil Johannesberg an der Reihe.

Bürgermeister Thomas Fehling wies auf die führende Rolle der Stadt Bad Hersfeld in diesem Bereich hin. Bis zu 80 Prozent lässt sich der Stromverbrauch durch die Umrüstung vermindern.

Weil die Stadtwerke auf diesem Feld mittlerweile über beträchtliches Know-how verfügen, bietet Fehling den Nachbargemeinden Hilfestellung an. So könnten beispielweise Contracting-Vereinbarungen geschlossen werden, bei denen die Stadtwerke für die Investition in die neuen Lampen sogar in Vorleistung treten. Der „Gewinn“ in Form eingesparter Energiekosten würde dann zwischen den kommunalen Partnern geteilt.

„Ich kann das nur anbieten“, sagte Fehling und verwies auf Guido Spohr als Ansprechpartner.

Von Karl Schönholtz

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