Keine Klage wegen gesunkener Einwohnerzahl

Bad Hersfeld nimmt den Zensus hin

Hersfeld-Rotenburg. Die Kreisstadt klagt nicht gegen das Ergebnis des Zensus 2011. Die Volkszählung hatte ergeben, dass Bad Hersfeld nur 28 610 Einwohner haben soll – 1567 weniger als nach bisherigen Angaben des statistischen Landesamtes. Bürgermeister Thomas Fehling hat eine Klage als aussichtslos bezeichnet.

Gegen einen ähnlichen rechnerischen Einwohnerschwund hat die Stadt Bad Wildungen Klage eingereicht. Die Badestadt im Kreis Waldeck-Frankenberg hatte im Zuge des Zensus etwa 800 Einwohner eingebüßt: Am Stichtag im Mai 2011 hatte Bad Wildungen 16 592 Einwohner, beim Einwohnermeldeamt sind aber 17 363 Menschen mit Hauptwohnsitz gemeldet.

Diese Diskrepanz hat finanzielle Auswirkungen: Da Zuweisungen wie der Anteil der Einkommensteuer von der Einwohnerzahl abhängen, drohen Bad Wildungen deutliche Einbußen. „Hier geht es um deutlich mehr als 100 000 Euro jährlich“, sagt Bürgermeister Volker Zimmermann.

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg musste Bad Hersfeld mit 5,2 Prozent den höchsten Rückgang im Zuge des Zensus hinnehmen. Rotenburg hat 200 Einwohner weniger (13 466) als zuvor angenommen. Andere Kommunen wie Heringen, Philippsthal, Ronshausen und Wildeck hingegen haben durch den Zensus 2011 Einwohner gewonnen und dürfen sich auf höhere Zuweisungen freuen. (mcj/mam)

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