SPD-Kandidat Gunter Müller nennt Wahlkampfziele / Partei schießt sich auf CDU ein

Bad Hersfeld als Marke stärken

Der sozialdemokratische Bürgermeisterkandidat Gunter Müller beim Redaktionsgespräch mit der Hersfelder Zeitung. Foto: StruthoffF

Bad Hersfeld. Der sozialdemokratische Bürgermeisterkandidat Gunter Müller hat gefordert, dass die Diskussion um die Geschäftsführertätigkeit von Hartmut H. Boehmer bei der SEG aufhören müsse. „Wir müssen jetzt ein klares Signal geben, dass die Kontinuität bei den Großprojekten gewährleistet ist“, sagte Müller im Gespräch mit der HZ.

Er strebe an, im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister, in allen Fragen, die die städtischen Betriebe betreffen, „zu Hause zu sein“. Ob er als Bürgermeister auch die SEG-Geschäftsführung übernehmen wolle, ließ Müller offen.

Gleichzeitig äußerte sich Müller erstmals zu den voraussichtlichen Schwerpunkten seines Wahlkampfes. Er wolle Stadtwerke und die Vitalisklinik „nachhaltig und zukunftsfähig aufstellen und die Beschäftigung dort sichern“. Außerdem plädierte er für eine verstärkte Zusammenarbeit von Stadt und Stadtmarketingverein, den er als einen „Glücksfall für Bad Hersfeld“ bezeichnete. Müller kündigte an, die interkommunale Zusammenarbeit vorantreiben zu wollen, wobei er beabsichtige „Bad Hersfeld als „Marke für die ganze Region“ zu etablieren. „Die Stärken von Bad Hersfeld werden noch nicht genug nach außen kommuniziert“, meint Müller.

Unterdessen schießt sich der SPD-Vorstand auf die Wahlempfehlung der Hersfelder CDU ein. Vorstandsmitglied Ulrich Eckhardt erklärte: „Es ist bedauerlich, dass es der CDU als größter Oppositionspartei nicht gelungen ist, selbst einen geeigneten Kandidaten zu finden.“ Da die Partei keinen Juristen mit Hersfelder Wurzeln finden konnte, unterstütze sie nun einen Bewerber, den sie selbst noch vor Kurzem „als ungeeigneten FWG-Kandidaten“ bezeichnet habe. „Das ist ein in weiteres Beispiel für die Ungereimtheiten innerhalb der CDU“, meint Eckhardt. Damit erkläre sich auch die ablehnende Haltung des Kandidaten gegenüber der CDU.“ Zugleich widerspricht die SPD den „abenteuerlichen und falschen Behauptungen“, die CDU habe durchgesetzt, den Stadtwerke-Chef Sobisch und den Stadtplaner van Horrick und den Chef des technischen Rathauses, Bode, in das Schilde-Park-Projekt einzubinden.

„Stadtwerke-Chef Sobisch ist schon seit Jahren Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) und es ist erstaunlich, dass dies dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Herrn Grimm, bisher entgangen ist“, sagte der stellvertretende SEG-Aufsichtsratchef Valentin Wettlaufer, Auch van Horrick und Bode seien nach Aussagen von Bürgermeister Boehmer bereits seit längerem in das Projekt eingebunden.

Von Kai A. Struthoff

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