Tourismus-Experte Jürgen Schierz berät ab sofort den Stadtmarketingverein

Hersfeld kommt auf den Markt

Bad Hersfeld. Der Stadtmarketingverein geht bei der touristischen Vermarktung Bad Hersfelds jetzt in die Offensive. Ab sofort wird der Touristikfachmann und Reisebüro-Geschäftsführer Jürgen Schierz (53) den Stadtmarketingverein beraten und auf wichtigen Tourismusmessen repräsentieren. Das gab der Vorsitzende des Vereins, der Hotelier Achim Kniese, gegenüber unserer Zeitung bekannt.

„Mein Ziel ist es, die Reiseveranstalter noch mehr auf die Stadt aufmerksam zu machen und die vielfältigen, in Bad Hersfeld vorhandenen touristischen Angebote an den Markt zu bringen“, erläutert Schierz. Er ist seit über 35 Jahren in der Tourismusbranche tätig und verfügt daher über viel Erfahrung und die nötigen guten Kontakte.

Erster Einsatz in Berlin

Schierz erster Einsatz wird auf der Internationalen Tourismusbörse ITB vom 10. bis 14. März in Berlin sein. Dort wird er am Stand der Nordhessen-Touristik gemeinsam mit Maren Dey, der Öffentlichkeitsarbeiterin der Festspiele, für die Kur- und Festspielstadt Bad Hersfeld die Werbetrommel rühren. Das wurde jetzt in einem Gespräch mit dem Leiter der Festspielverwaltung, Karl Schmidt, vereinbart. „Wir sind sehr froh, auf der Messe mit der Stadtverwaltung zusammenzuarbeiten“, betont Achim Kniese.

„Auf diesen Messen knüpfen die Einkäufer der Reiseveranstalter ihre Kontakte“, erklärt Schierz. Deshalb sei es sehr wichtig, dort präsent zu sein. Der Auftritt auf der ITB ist aber nur der Auftakt eines breit angelegten „Aktionsplans“ des Stadtmarketingvereins für Bad Hersfeld. „Die Festspiele sind natürlich unser Leuchtturm“, sagt Schierz. Er wird deshalb versuchen, gezielt Festspiel-Arrangements mit Hotelübernachtung und anderen Aktivitäten bei den Reiseveranstaltern zu vermarkten.

Touristen sollen aber auch mit dem prämierten Kurpark, der Teil des Europäischen Gartennetzwerkes ist, den Kur- und Wellness angeboten sowie mit der reichen Geschichte der Stadt angelockt werden. Außerdem prüfe man das Netzwerk von MOVELO, einem Anbieter von Elektrofahrrädern, und das unter an-

derem auch deshalb, weil der Fulda-

Radwanderweg in diesem Jahr zertifiziert werden soll.

Weiterhin setzen der Stadtmarketingverein und Jürgen Schierz auch auf die von Stadtverordnetenvorsteher Dr. Rolf Göbel entwickelte Idee der „Stadt der Kaiser und Könige“ (HZ berichtete). „Das ist ein sehr dankbares Thema und einer der vielen Mosaiksteine, die unsere Stadt für Besucher attraktiv machen können“, meint Kniese. Ein erster Höhepunkt könnte dabei beispielsweise ein mittelalterlicher Pfingstmarkt rund um die Stiftsruine sein.

Schweden und Holländer

Bei seinen Aktivitäten setzt der Stadtmarketingverein aber nicht nur auf inländische Touristen. Vor allem auch Holländer und Skandinavier sollen für die Stadt interessiert werden. Deshalb wird Schierz auch auf weiteren Messen, wie etwa der Vankantiebeurs in Utrecht, auftreten.

„Natürlich können wir nicht mit Reisezielen wie Hamburg oder München konkurrieren“, räumt Achim Kniese ein. „Aber im Feld der Kleinstädte liegen wir mit unseren Attraktionen und Angeboten ganz weit vorn, es müssen nur mehr Menschen davon wissen“.

Von Kai A. Struthoff

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