Bau an historischer Stätte

Bad Hersfeld: Grundstein für neue Wohnanalage gelegt

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Grundsteinlegung für die Zuse-Höfe: Bürgermeister Thomas Fehling (links) und Bauherr Ingo Sauer mit der obligatorischen Kupferhülse für Baupläne, Münzen und Tageszeitung. Zwischen beiden ist im Hintergrund Architekt Frank Dorbritz zu sehen.

Bad Hersfeld. Dort, wo einst die Tuchfabrik Rehn stand und wo Computervater Konrad Zuse in den späten 50er Jahren seine ersten Rechenmaschinen zusammenbaute, entsteht jetzt in zwei Häusern eine Wohnanlage mit 68 Einheiten: Gestern wurde für die „Zuse-Höfe“ an der Ecke von Wehneberger Straße und Knottengasse der Grundstein gelegt.

Bürgermeister Thomas Fehling wollte den vorausgegangenen Abriss maroder Bausubstanz allerdings nicht als die Beseitigung eines Schandflecks missverstanden wissen, denn die Attraktivität Bad Hersfelds hänge nicht unwesentlich mit den historischen Gebäuden der Stadt zusammen. So bliebt denn auch auf der Baustelle der „Zuse-Höfe“ ein Teil der denkmalgeschützten Computer-Produktionsstätte stehen.

Bauherr Ingo Sauer, Chef der isb-Projekt GmbH, umriss in einer kurzen Ansprache die Kernpunkte des von Architekt Frank Dorbritz entworfenen 13-Millionen-Euro-Projekts, das im Januar 2017 bezugsferig sein soll.

So seien die Eigentumswohnungen zwar allesamt barrierefrei zu erreichen, jedoch nicht nur für ältere Menschen gedacht. Vielmehr soll eine Reihe kleinerer Wohneinheiten – Größe ab 55 Quadratmeter – auch für jüngere Singles attraktiv sein. Doch auch Wohnflächen bis 183 Quadratmeter sind eingeplant.

Die Anlage wird über eine Tiefgarage mit 50 Stelleplätzen verfügen, die als erste in der Stadt mit Jet-Fans des örtlicher Ventilatoren-Herstellers TROX-TLT zur Entrauchung ausgestattet wird. Auch einen Wellnessbereich wird die Anlage erhalten, in dem sich die Bewohner entspannen können.

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