Grobkonzept für geplanten „Lullus Sportpark“ in der Fuldaaue vorgestellt

Bad Hersfeld bewegt sich

Planerin Doris Kranemann (2.v.l.) erläutert vor Stadtverordneten und Magistratsmitgliedern Details aus dem Konzept des Lullus-Sportparks, das die Behinderten-Sportlerin Manuela Schmermund (im Rollstuhl) zusammengestellt hat. Rechts im Bild Bürgermeister Thomas Fehling. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Jeder, der Sport treiben möchte, soll auch die Möglichkeit dazu bekommen. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Vereinszugehörigkeit, Leistungsvermögen, Behinderung oder sozialer Herkunft – das ist der Grundgedanke, der hinter dem Pilotprojekt des „Lullus Sportparks“ in Bad Hersfeld steckt. Ein Grobkonzept wurde gestern den Stadtverordneten-Ausschüssen für Sport und Soziales sowie Stadtplanung und Umwelt vorgestellt.

Mit dem „Lullus Sportpark“ verbindet sich zudem das Bestreben, die Freizeitmöglichkeiten in der Fuldaaue zwischen Hoher Luft und Asbach aufzuwerten. Auslöser für die Beschäftigung mit diesem Thema ist ein Förderprogramm des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport.

Als unabhängige und ehrenamtliche Organisatorin hat Bürgermeister Thomas Fehling die erfolgreiche Behindertensportlerin Manuela Schmermund aus Niederaula gewinnen können.

Sie hat gemeinsam mit der Planerin Doris Kranemann vom (ebenfalls unentgeltlich arbeitenden) Architekturbüro Manfred Beier sowie Vertretern von 14 Vereinen und Einrichtungen einen ersten Maßnahmenkatalog erstellt, dessen Essenz dem Ministerium in den nächsten Tagen übermittelt werden soll.

Zentrale Anlaufstelle und Tor zum Sportpark soll demnach die ehemalige Abfüllanlage der Bad Hersfelder Naturquellen hinter der Stadthalle sein. Die derzeit von den Festspielen als Lager genutzte und im Landeseigentum befindliche Halle soll zu einem Kletterpark mit Aussichtsturm oder einer Rollsporthalle umgebaut werden sowie Räume für Vereine und Umkleidemöglichkeiten erhalten.

Baden im Fuldasee

Ausbaufähig scheint den Planern auch das riesiege Gelände des Motorsportclubs, wo etwa Platz für eine Loipe, Eislaufflächen, einen Verkehrsübungsplatz oder Bogenschießen wäre.

Den Fuldasee wieder als Badesee herzurichten und eine Brücke über den Fluss zu bauen, die auch von Rollstuhlfahrern zu bewältigen ist, sind nur einige wenige weitere Punkte auf einer langen Liste der Möglichkeiten, die nun erst einmal auf ihre Machbarkeit hin überprüft werden soll. Dann, so Bürgermeister Fehling, werden die Prioritäten festgelegt.

Der Kostenrahmen ist naturgemäß noch weit gespannt und reicht von einigen hunderttausend Euro bis zu sechs Millionen. Mit der Umsetzung könnte im nächsten Jahr begonnen werden.

Manuela Schmermund machte darüber hinaus deutlich, dass jeder, der sich beteiligen will, nach wie vor willkommen ist. Sie sagte zudem: „Es geht nicht nur um einen Mehrwert für die Fuldaaue, sondern um die ganze Stadt.“

Kontakt: manuela.schmermund@onlinehome.de

Von Karl Schönholtz

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