Drei Millionen Euro minus bei der Gewerbesteuer?

Hersfeld befürchtet neues Haushaltsloch

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Im Bad Hersfelder Rathaus befrüchtet man ein neues Haushaltsloch.

Bad Hersfeld. Die Stadt Bad Hersfeld befürchtet ein neues Haushaltsloch. Wie Kämmerer Wilfried Herzberg am Mittwoch vor dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung berichtete, könnte bei den Gewerbesteuer-Einnahmen ein Minus von drei Millionen Euro auftreten. Dies haben die regelmäßigen Nachfragen der Verwaltung bei den im Stadtgebiet ansässigen Unternehmen ergeben.

Bestätigt sei diese Informtion allerdings noch nicht, sagte Herzberg, und sie betreffe eine einzelne Firma. Die weiteren Einnahmeansätze bei der Gewerbsteuer seien weitgehend im Plan. Im Etat 2013 sind 16,6 Millionen Euro veranschlagt.

Sollte sich die Befürchtung bewahrheiten, müsste sofort ein Nachtragshaushalt aufgestellt werden, kündigte Bürgermeister Thomas Fehling an.

Bereits im vergangenen Jahr war die Stadt wegen der Millionen-Ausfälle bei der Gewerbesteuer um eine Korrektur ihres Etats nicht herumgekommen. Man war allerdings davon ausgegangenen, dass es sich um eine Ausnahme handeln würde.

Der um rund 330 000 Euro hinter dem Vorjahr zurückliegende Vorverkauf für die Bad Hersfelder Festspiele spielte in Herzbergs Zwischenbericht zum Haushalt noch keine Rolle: Hier geht man davon aus, dass die kalkulierte Summe noch erreicht wird. (ks)

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