„Der blaue Engel“ in der Stadthalle: Tragische Liebesgeschichte nach Heinrich Mann

Herr Unrat und die fesche Lola

Liebe mit Hindernissen: Gerd Silberbauer als Professor Immanuel Rath und Stefanie Mendoni als Lola kommen sich in der Romanadaption nach Heinrich Mann nahe. Foto: nh

Bad hersfeld. Ein Happy End darf der Zuschauer nicht erwarten, wenn Heinrich Manns Roman „Der blaue Engel“ am Donnerstag, 17. Januar, ab 20 Uhr in der Bad Hersfelder Stadthalle gespielt wird. Am Schluss des Stückes zerbricht die zentrale Figur an ihrem Unglück. Die Konzertdirektion Landgraf zeigt das Schauspiel im Rahmen der städtischen Theater-Abo-Veranstaltungen.

Die Verfilmung des „Blauen Engels“ von Josef von Sternberg aus dem Jahre 1930, mit Marlene Dietrich in der Rolle der Lola, gehört zu den Klassikern der deutschen Filmgeschichte. Vor allem die von Dietrich gesungenen Lieder „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ und „Ich bin die fesche Lola“ machten die Romanadaption berühmt. Auch in der Stadthalle werden die Songs zu hören sein.

In der Produktion der Konzertdirektion Landgraf spielt Gerd Silberbauer, bekannt aus der ZDF-Krimiserie Soko 5113, den strengen Professor Imannuel Rath, der sich auf eine tragisch endende Liaison mit der Varieté-Künstlerin Lola einlässt.

Zu Beginn des Stückes besucht Gymnasialprofessor Rath, von seinen Schülern nur „Unrat“ genannt, das Hafen-Varieté „Der blaue Engel“. Er möchte sich die Tänzerin Lola ansehen, für die seine Schüler im Unterricht schwärmen. Obwohl sonst eher verschroben und pedantisch, verfällt er der aufreizenden Lola und verbringt die Nacht mit ihr. Fortan widmet er jeden Augenblick seines Lebens der neuen Liebe. Dabei muss er dem Spott und Hohn der biederen Gesellschaft trotzen. Schon bald nach der Hochzeit folgt die Ernüchterung.

Tragisches Ende

Lolas verschwenderischer Lebensstil lässt den Professor verarmen. Doch ohne sein Vermögen ist der alte Mann für die junge Tänzerin nicht mehr attraktiv. Er selbst muss nun auf Theaterbühnen als „dummer August“ sein Geld verdienen. Bei einem Auftritt in seiner Heimatstadt kommt es dann zum tragischen Ende. (red/lad)

Tickets sind in der Kartenzentrale der Festspiele, Am Markt 1, Bad Hersfeld, telefonisch unter 06621 /64 02 00 oder an der Abendkasse erhältlich. Die Eintrittspreise liegen zwischen 10 und 15 Euro. Schüler und Kurgäste erhalten eine Ermäßigung.

Kommentare