Umjubeltes Abschlusskonzert der 62.Bad Hersfelder Festspiele - zweimal volles Haus

Herr Kramer gibt den Takt

Zum Abschluss des Konzertes rollte sogar ein alter Kramer-Traktor auf die Bühne und gab den Takt vor.

Bad Hersfeld. Mit einem großartigen Konzert zum Abschluss der Festspielsaison begeisterten der Chor der Modell- und Gesamtschule Obersberg und das Blechbläser-Ensemble der Modell- und Gesamtschule Obersberg und der Konrad-Duden-Schule unter der Leitung von Ulli Meiß in der Stiftsruine.

„Es ist uns eine große Ehre und Freude, hier zu singen“, versicherte der engagierte Chorleiter und freute sich über jeweils volles Haus am Samstag und Sonntag. Im vierten Jahr in Folge war das Oberthema die Liebe. Seine große Fangemeinde hatte es sich so gewünscht und man höre und staune: Es gibt von der Liebe noch sehr viel zu berichten. „Wir haben tief in der Notenkiste gegraben“, berichtete Meiß, der mit seinen 110 Chorschülern und den Bläsern vor dem großen Auftritt intensiv geübt hat. „Die Stiftsruine ist für uns zum zweiten Wohnsitz geworden“.

Die Vorbereitung hat sich mehr als gelohnt. „Mein Mädel hat einen Rosenmund“, gehörte zu dem Volksliederschatz, den sie gefunden haben und in höchster Qualität zu Gehör brachten.

Variantenreiches Programm

Ein Loch ist im Eimer. Tatjana Beyer (vorn, links) und Salomon Ebert hatten bei dem gelungenen Soloauftritt die Lacher auf ihrer Seite.

Zu dem variantenreichen Programm mit zahlreichen Höhepunkten gehörte die „Russische Romanze“ mit den Solistinnen Jacqueline Hartwig und Mansa Linß und der Gassenhauer „Wenn der Pott ein Loch hat“, bei dem Tatjana Beyer und Salomon Ebert den lustigen Solopart übernahmen. „In der Bar zum Krokodil“ wird altbiblische Geschichte lebendig und für den Großteil der Männer im Publikum, die „verzweifelt sind und bestimmt unterdrückt werden“, gab es Tipps von den musikalischen Experten. Alles mit einem Augenzwinkern und viel Schwung.
Die Blechbläser berührten die Herzen der Besucher mit dem „Wolgalied“ und animierten zum rhythmischen Klatschen bei dem „River Kwai Marsch“. Beim „Ungarischen Tanz Nr. 5“ brillierte die Geigerin Anastasia Boksgorn mit ihrem Solo. Zur Disco wurde die Stiftsruine bei „Whenever wherever“, von grellen Lichtblitzen begleitet. Mit „Viva la vida“ rockten die Blechbläser die Bühne und gaben bei „It’s raining men“ noch einmal richtig Gas, bevor beim „Tiger Rag“ Herr Kramer als Solist auf die Bühne gefahren kam und den Takt vorgab. Es handelte sich um einen Traktor gleichen Namens. Einfach genial.

Zugabe von John Miles

Das qualitativ hochwertige Konzert, das mit „Adiemus“ eindrücklich begann, wurde mit der Zugabe „Music“ von John Miles gekrönt, die nicht passender hätte sein können. Stehende Ovationen für zwei Stunden musikalischen Hochgenuss. „Danke für die herzliche Begleitung durch das Konzert. Der Applaus, den Sie uns geben, inspiriert uns für Wochen, Monate und Jahre“, versicherte Ulli Meiß.

Von Gudrun Schmidl

Abschlusskonzert der 62.Bad Hersfelder Festspiele

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