Verkehrskonzept für geplante Baumaßnahmen ist hinfällig

Heringen: Regen spült neue Landstraße weg

Heringen. Ein etwa 40 Meter langes Teilstück der Landesstraße 3255 zwischen den Heringer Stadtteilen Wölfershausen und Herfagrund ist aufgrund der heftigen Regenfälle in der Nacht zum Dienstag weggebrochen. Die erst vor einem halben Jahr fertiggestellte Straße musste voll gesperrt werden.

„Das völlig aufgeweichte Erdreich hat den Wassermassen einfach nicht mehr standgehalten“, sagt Heringens Bürgermeister Hans Ries. Letztendlich sei das an einem steilen Hang gelegene Teilstück 16 Meter in die Tiefe gerutscht. Noch sei die Höhe der entstandenen Schäden nicht abzusehen. Die aufwändige Instandsetzung der nur schwer zugänglichen Straße werde laut Ries aber wohl Monate in Anspruch nehmen.

Nach erster Einschätzung von Hessen Mobil habe der bauliche Zustand der Straße bei dem Rutsch keine Rolle gespielt. „Genaueres lässt sich erst sagen, wenn unsere Spezialisten ihre Untersuchungen abgeschlossen haben“, sagt Cornelia Höhl, Pressesprecherin von Hessen Mobil. Eine Umleitung von Heringen über die L 3306 nach Hönebach und von dort auf die L 3069 nach Friedewald und weiter nach Herfagrund sei eingerichtet.

Durch den Erdrutsch gerät nun auch das Verkehrskonzept zu den anstehenden Baumaßnahmen in den Ortsdurchfahrten Lengers, Wölfershäuser Straße und der Heringer Kernstadt in Gefahr. Fällt die L 3255 als wichtige Verbindungsstrecke weg, sind Heringen und seine Industrie kaum noch erreichbar.

Ursprünglich sollte die Lengerser Ortsdurchfahrt unter Vollsperrung in drei Schichten bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. „Daraus wird wohl nichts mehr“, sagt Ries. Er befürchte nun, dass der Rutsch Auswirkungen auf den für 2015 geplanten Neubau der Brückenbauwerke über die Werraaue habe. Dann sollten die Bahnübergänge vor K+S sowie die Pfarrstraße neu gebaut werden.

Hintergrund, Zum Tage

Von Emily Spanel

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