Kunst-Kurs der Geistalschule bekommt Auszeichnung für nachhaltiges Modeprojekt

Hemd gepimpt, Preis gewonnen

So sehen Sieger aus: Lehrerin Ute Junghanns (hinten links) mit ihren Schülern und Anne Grau (Förderverein der Geistalschule), Jasson Jakovides, Michal Klaffke (Modecentrum Sauer). Die Schülerinnen mit dem Preisschild heißen Anna Reinhardt (links) und Doreen Nuhn (beide Klasse 7e). Foto: nh

Bad Hersfeld. Mit nachhaltiger Mode kann man schicke Preise gewinnen. Diese Erfahrung haben Schüler der 7. Jahrgangsstufe der Gesamtschule Geistal gemacht, die jetzt für ihr Kunst-Projekt „Pimp my Shirt – Moma-mode mal anders“ mit dem Nachhaltigkeitspreises in der Kategorie „Tu’s Day – Klasse des Jahres 2011“ ausgezeichnet worden sind.

Ein entsprechendes Preisschild wurde den Schülerinnen und Schülern von Jasson Jakovides vom Nationalkomitee der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ übergeben.

Der Modegeschmack von Jugendlichen ändert sich rasant. Vor allem im Wachstum befindliche Schüler können zudem ihre Kleidungsstücke oft nicht lange tragen. Deshalb sei im Unterricht die Frage aufgekommen, wie man das Ändern, das „Pimpen“ (also Verschönern) oder das Selbstnähen von Kleidungsstücken und Wohnaccessoires in den Schulalltag integrieren kann, erläutert die Kursleiterin des Kunstkurses Ute Junghanns die Idee des Projekts.

Der Förderverein der Geistalschule half bei der Beschaffung von Nadeln, Garn, Arbeitsmaterial und gebrauchten Nähmaschinen. Das Modecentrum Sauer hatte Stoffe sowie weitere Materialien wie Knöpfe, Ersatzspulen zur Verfügung gestellt.

Die Schüler begannen dann zügig, Ideen für Endprodukte zu sammeln. Schnell entstanden so aus verschlissenen, umgearbeiteten Socken Handytaschen. Aus alten Hosen wurden Umhängetaschen und aus alten T-Shirts wurden neue Kissenhüllen.

Die Eigenkreationen wurden dann bei einer Modenschau im Februar dieses Jahres präsentiert und zum Teil sogar verkauft (HZ berichtete). Gekrönt wurde das Projekt dann mit der Verleihung des Nachhaltigkeitspreises.

Der Gewinn des Preises habe die Schüler in ihrem Tun bestärkt. „Das gute Abschneiden zeugt auch von dem Zusammenhalt innerhalb der Schule sowie der guten Verbindung zu örtlichen Institutionen, die uns unterstützt haben“, erklärt Ute Junghanns.

Auch im kommenden Jahr wollen sich die Geistalschüler deshalb wieder an dem Nachhaltigkeitsprojekt beteiligen. (red/kai)

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