Helfer im Hintergrund

Udo Sufin (51)

Unsere E-Mails würden nicht mehr funktionieren und unsere Rechner stillstehen: EDV-Experten sorgen erst dafür, dass wir arbeiten können. Anerkennung bekommen sie selten. Zum Tag des Systemadministrators hat Philipp David Pries deswegen mit Udo Sufin gesprochen. Er ist Leiter des Fachdienstes EDV beim Landkreis.

Mal ganz konkret gefragt: Wie bekomme ich es als Bürger eigentlich mit, dass es Menschen wie Sie gibt?

Udo Sufin: Im besten Fall gar nicht – dann funktioniert nämlich alles. Das bedeutet beispielsweise, dass Sie ihr Auto an- oder ummelden können oder dass Sie einen Waffenschein beantragen können. Wir sorgen dafür, dass die Technik für diese sowie für viele weitere Dienstleistungen funktioniert.

Die meisten verbinden mit Ihrem Job wohl endlose Kabel und Zahlenkolonnen. Ist das mehr als nur ein Klischee?

Sufin: Natürlich ist das auch Bestandteil unserer Arbeit. Aber wir leisten mehr: Wir beschaffen Hard- und Software sowie Netzwerk-Technik, richten ein und warten. Wir stellen verschlüsselte Datenleitungen zwischen Behörden und Rechenzentren zur Verfügung. Wir richten E-Mail-Konten ein, bewahren Computer vor Viren und halten Betriebssysteme und Programme aktuell. Und das ist nur ein Ausschnitt.

Wird Ihre Arbeit und die Ihrer Kollegen denn ausreichend gewürdigt?

Sufin: Die meisten Mitarbeiter und Kunden wollen vor allem, dass alles funktioniert. Manchmal bekommen Computeradministratoren dann den Ärger ab, wenn etwas nicht geht – auch, wenn sie nichts dafür können. Wie vor ein paar Tagen, als zeitweise leider keine Fahrzeuge zugelassen werden konnten. Es gibt aber auch immer wieder Menschen, die sich bedanken.

Was passiert eigentlich, wenn Bauteile oder gar ein wichtiger Rechner ausfällt? Sufin: Dann veranlassen wir umgehend deren Reparatur und stellen Ersatzsysteme zur Verfügung. Notfalls auch um drei Uhr morgens. Einige Systeme sind sehr wichtig und müssen funktionieren, jederzeit. Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe.

Kommentare