Musical der Hamburger Kammerspiele auf der Bühne der Stadthalle

Helen swingt im Ghetto

Rückkehr nach Bad Hersfeld: Helen Schneider spielt die Hauptrolle im Musical „Ghetto Swinger“. Foto: Hamburger Kammerspiele/nh

Bad Hersfeld. Helen Schneider kommt wieder nach Bad Hersfeld – mit dem Musical Ghetto Swinger. Es wird am Mittwoch, 14. Januar, ab 20 Uhr in der Stadthalle der Kreisstadt aufgeführt, heißt es in einer Pressemitteilung. Präsentiert wird das Musical von den Hamburger Kammerspielen im Rahmen der städtischen Theater-Abo-Veranstaltungen.

Die Geschichte um Coco Schumann nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin der 30er-Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt, und der junge Coco, Sohn einer jüdischen Mutter, ist fasziniert von der Musik. Schon früh gerät er in die Szene der verbotenen Swing-Kids – Jugendlicher, die den Jazz als anarchische Ausdrucksform gegen die Unkultur der Nazis stellen. Und plötzlich befindet Coco sich in Theresienstadt wieder. Dort wird er Mitglied der „Ghetto-Swingers“.

In Auschwitz spielt er zur Unterhaltung der Lagerältesten und SS um sein Leben, in Dachau begleitet er mit letzter Kraft den Abgesang auf das Regime. Ein perfides Spiel, denn auf einmal wird die Musik für ihn die Möglichkeit, das Konzentrationslager zu überleben.

Wieder auf der Bühne

Als er zum Kriegsende wieder in Berlin landet, steht er plötzlich in einem improvisierten Lokal im Kreis der alten Kollegen, die längst wieder spielen, nimmt ein Instrument und beginnt ebenfalls zu spielen ...

„Ich bin Musiker. Ein Musiker, der im KZ gesessen hat, kein KZler, der Musik macht“, sagt er. Und: „Wer den Swing in sich hat, kann nicht mehr im Gleichschritt marschieren.“ (red/rai)

Restkarten gibt es noch beim Ticket-Service der Bad Hersfelder Festspiele, Am Markt 1, 0 66 21/64 02 00. Die Preise liegen zwischen 15 und 24 Euro, Schüler und Kurgäste erhalten Ermäßigungen.

Kommentare