Mit den Temperaturen steigen die Preise – Viele Tanks sind leer

Heizöl-Kauf: Besser jetzt als später tanken

Hersfeld-Rotenburg. Schon acht Wochen Schnee und Kälte haben ihre Spuren in den Heizöltanks der Menschen in unserem Landkreis hinterlassen. Weil sich noch nicht alle Hausbesitzer getraut haben, im Keller den Füllstand der Tanks auszuloten, kommen die Ölhändler im Landkreis bei der Versorgung ihrer Kunden momentan noch über die Runden. „Unsere Auftragslage ist stark“, sagt Marita Götz bei Öl-Holl in Bebra. Zwar liegen die Preise höher als vor vier Wochen, aber mit einem Endpreis von 61,76 Eurocent je Liter sind ihre Kunden noch gut bedient. Die Ölpreise waren schon höher, aber auch schon niedriger. Die Firma in Bebra verspricht selbst kurzfristige Liefertermine, wenn sich Kunden bei ihrem Vorrat verkalkuliert haben und sich hilfesuchend mit Leere im Tank an Öl-Holl wenden. Dass in Waldhessen ein richtiger Winter regierte, und die Kunden am Thermostat drehten, merkt Maria Götz sehr wohl an der ungebremsten Nachfrage.

Leerkunden in Not

Seit dem Anbruch der Fastenzeit hat auch Ölhändler Josef Busold in Eiterfeld „richtig gut zu tun.“ Trotzdem hat er einen seiner beiden Fahrer in Urlaub geschickt. Selbst an Heiligabend und an Silvester war der Mann unterwegs gewesen. Auch samstags wird geliefert. Das erst recht, wenn ein Stammkunde bemerkt, dass er auf dem Trockenen sitzt. Busold hatte in einer Woche 30 solcher „Leerkunden.“ Jetzt erwachen nicht nur die Plusgrade zu neuem Leben, sondern auch die Preise zogen bis gestern um gut drei Eurocent auf bis zu 61,76 Cent je Liter an.

„Wer jetzt 3000 Liter dazutankt“, macht nichts verkehrt, sagt Josef Busold. Auch Maik Reinhardt, Verkäufer beim Rotenburger Mineralölhändler Kurt Günther weiß aus Erfahrung, dass im Sommer das Öl meist teurer ist als im Winter. Das liegt nicht am Wetter, sondern an der Börse. zum tage, LokalseiTE 4

Von Kurt Hornickel

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