Saison 2010: Die Betreiber der Freibäder in der Region ziehen ihre Bilanz

Der heiße Juli hat es gerettet

Badespaß für alle: Dieses Jahr konnten sich die Freibäder nur wenige Wochen über das Sommerwetter und die damit verbundenen hohen Besucherzahlen freuen. Zum Anfang und Ende der Saison blieb der Andrang aus und die Becken überwiegend leer. Foto: Archiv

Bad Hersfeld. Es war eine kurze und besonders wechselhafte Saison. Darüber sind sich die Betreiber der Freibäder in der Region einig. Jetzt, da sie für 2010 ihre Pforten schließen, bietet sich die Gelegenheit für einen Rückblick.

„Das war nichts Berauschendes“ fasst es Peter Sobisch, Chef der Bad Hersfelder Stadtwerke, zusammen. Die heißen Tage im Juli konnten die sonst ungünstigere Wetterlage gerade ausgleichen.

Philippsthal beklagt dagegen eine unterdurchschnittliche Saison, auch wenn eine offizielle Bilanz erst Ende Oktober zu erwarten ist. Das Wetter von Mai bis Juni und ab August habe Badenden wie Betreibern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dass Pächter Klaus Timet dem Sommer trotzdem etwas Gutes abgewinnen kann, liegt an den zufriedenen Schwimmbad-Besuchern und einer unfallfrei verlaufenen Saison.

Zeitgleiche Baumaßnahmen

Eine etwas bessere Bewertung kann Schenklengsfeld aufweisen. Aufgrund eines Umbaus schloss das Bad, das bereits wegen des nicht fertiggestellten Sanitärparks eine Woche später geöffnet hatte, 14 Tage früher. So konnten an den schwachen Tagen die Kosten eingespart werden.

Baumaßnahmen waren es auch in Oberaula, die die Saison um die Hälfte verkürzt haben, erklärt der Oberaulaer Bürgermeister Klaus Wagner. Deswegen sei 2010 durch die schönen Juli-Tage unterm Strich eine durchschnittliche Saison gewesen.

Schulferien im heißen Juli

Der Leiter der Gemeindewerke Kirchheim, Helmut Diebel, sieht in dem Zusammentreffen der nur vier sonnigen Wochen auf die Zeit der Schulferien den Grund dafür, dass die Bilanz des Kirchheimer Freibads mit bisher 28 000 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht gestiegen ist. 1021 Besucher seien es noch am letzten warmen Tag, dem 21. Juli, gewesen. Schon am nächsten Tag brachen die Besucherzahlen auf 210 ein und blieben auf diesem Niveau.

Ein Vorjahresvergleich entfällt beim Ganzjahresbad der Stadt Heringen, das 2009 wegen des Umbaus komplett geschlossen war. Durch den starken Monat Juli hat man aber auch dort eine leicht überdurchschnittliche Gesamtbesucherzahl von knapp 13 000 erreicht, teilt Klaus Jahnke vom Bauamt mit.

Mit gut 24 000 Besuchern liegt man im Eiterfelder Freibad ebenfalls im akzeptablen Bereich, allerdings hinter dem Vorjahr mit einer Besucherzahl von 29 000, sagt Badebetriebsleiter Gerhard Wiegand. Wie zu erwarten, waren es auch dort die 14 700 Besucher im Monat Juli, die den Schnitt deutlich verbesserten.

Gemeindehaushalt

Was den Gemeinde-Zuschuss für die Bäder betrifft, sehen die Verantwortlichen der befragten Freibäder keine Veränderungen und damit keinen Grund zur Sorge. Nur -- auch da ist man gleicher Meinung – hätten sie gerne mehr Tage mit einladendem Badewetter gehabt.

Von Hannah Becker und Miriam Claus

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