Bauunternehmung Hermann Kirchner verfeinert Kompakt-Asphalt-Technik

Heiß auf heiß auch bei Eis

Hier kommt zusammen, was zusammengehört: Binder und Feinschicht werden auf einen Rutsch aufgebracht und glatt gewalzt. Foto: Hornickel

Bad Hersfeld. Der Dunst des Wassers, den die Walzen brauchen, damit die Schwardecke nicht an der Rolle hängen bleibt, mischte sich mit dem Frühnebel. Bei frostigen Temperaturen brachte gestern eine Kolonne der Baufirma Kirchner die 450 Meter Fahrbahndecke auf, die die Sanierung der B 62 zwischen der früheren Lomo-Kreuzung und dem Petersberg komplettiert. Asphaltieren bei Frost im Advent – das ist im Straßenbau ein Sakrileg. Doch durch das von Kirchner seit 1996 verfeinerte Verfahren heiß auf heiß, bei dem auf die 30 Zentimeter dicke Tragschicht eine zehn Zentimeter dicke Binderschicht und eine mit zwei Zentimetern hauchdünne Feinschicht aufgebracht werden, macht es möglich. Vor der Kulisse des Firmensitzes demonstrierte Kirchner Fachleuten der Straßenbauverwaltung eine von zwei neu entwickelten Maschinen zum Einbau des Kompaktasphalts. Zusammen mit dem Baumaschinenhersteller Dynapac aus Wardenburg (Niedersachsen) wurde der so genannte Kompakt-Modulfertiger von Kirchner auf die Ketten gestellt. Die kleinere Version war gestern am Obersberg im Einsatz. 2 000 Quadratmeter Schwarzdecke in vier Stunden: dazu schafften 15 Lastwagen 450 Tonnen Binder und 100 Tonnen Decke heran. Nun gilt dort freie Fahrt mit Tempo 50. Fahrbahnmarkierungen und Schutzplanken folgen im Frühjahr. HINTERGRUND

Von Kurt Hornickel

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